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Thema: Menschen sterben und es macht mir nichts aus.

  1. #1
    Administratorin Avatar von Syrius
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    Menschen sterben und es macht mir nichts aus.

    Hallo zusammen,

    innerhalb meiner Familie sind dieses Jahr zwei Menschen gestorben die mir überaus nah lagen. Einmal einer meiner Großeltern, einmal ein Kind der Geschwister meiner Eltern. Zu beiden hatte ich einen sehr engen Kontakt. Was mich irritiert, es hat keine drei Tage gebraucht bis ich drüber hinweg war. Sicher, sind ein paar Tränen geflossen aber das war es auch schon.

    Ich denke mir, es ist einfach so. Finde es persönlich ziemlich Emotionslos so rückwirkend betrachtet. Etwas ungewöhnlich. Wenn ich denke es wäre einer meiner Elternteile, wäre es nicht viel anders.

    Sehe es eher positiv, sowas zu können... so rasch damit abzuschließen. Wie seht ihr das?
    Сюриус
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  2. #2
    Mitglied Avatar von Solo
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    Mein Beileit zum verlust. Ich habe Ende letzten Jahres auch eine mir sehr wichtige Person verloren der ich sehr nahe stande. Ich habe dieses "Phänomen" auch bei mir beobachten können. Ich brauchte auch wen man das Verarbeiten meines Empfindens nach nicht zu 100% in Zeit einteilen kann, etwa eine Woche. Ich habe eine Zeitlang darüber nachgedacht, ob es jetzt Menschlich oder Emotionslos war so schnell mit dem Verlust abzuschliesen. Ich habe bis jetzt noch keine endgültige Antwort auf diese Frage.

  3. #3
    Mitglied Avatar von FirstAid
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    Ich bin ein Scheidungskind und war mit 12 Jahren auf mich alleine gestellt. Das heißt von meinen Eltern hin und her gerissen, wer ist der gute Papa oder die gute Mama.

    Der enge Kontakt wie du in beschreibst war auf einmal bei Null und nichtig für mich, seitdem gehe ich alleine durch die Welt. Hier und da hab ich ein Knax abbekommen. Aber schöpfe meine Kraft von meinen Großeltern von den ich auch ned viel hatte aber an irgendwas muß man sich ja festhalten wenn die Eltern auf voller Linie versagen.

    Ich schöpfe meine Kraft jetzt aus meiner Frau und meinen Kind, Vergangenheit ist für mich Vergangenheit. Jeder Tag ist für mich ein neues Abenteuer.

    cu.
    FirstAid

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  5. #4
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    Zitat Zitat von Syrius Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das?
    Das ist ein seelischer Selbstschutz.
    Dafür musst du dich nicht schuldig fühlen.

  6. #5
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    Schuldig fühlen tu ich mich dafür nicht. Warum auch. Es geht mir genau so wie auch zuvor. Nicht schlechter, nicht besser.

    Und @FirstAid, bin auch ein Scheidungskind jedoch erst mit dem 3. Lebensjahr.
    Сюриус
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  7. #6
    Junior Avatar von RedDevil
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    Bei mir war das so, das ich in den ersten Tagen ganz schnell drüber hinweg war und erst Wochen später wirklich paar Depressionen bekommen habe. Da wurde mir wirklich bewusst was passiert ist.

    Jeder geht anders mit Trauer um ! Darum sollte sich keiner Gedanken machen, warum und wieso man so Reagiert.

  8. #7
    Junior Avatar von SpongeBob Schwammkopf
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    Mich juckt tot auch nicht unbedingt genau so wenig wie generell Verlust. Ich hatte 10 Jahre nen Hund den ich über alles geliebt habe. Ich hab ihn jetzt 2 Jahre nimmer (er lebt noch glaub ich) aber ich denke null dran. Is mir egal Mein Opa ist gestorben juckt mich null. Is mir egal Eine bekannte ist vor meinen Augen gestorben juckt mich null. is mir egal

    Bedenke. Das kann dich alles irgendwann einholen. Mit voller Wucht!

    Geändert von SpongeBob Schwammkopf (31.10.2016 um 20:47 Uhr)

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  10. #8
    Mitglied Avatar von fralix
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    Ich würde sagen, es ist nicht schlimm, wenn jemand stirbt und man irgendwann sich damit abfindet.

    Das Leben geht weiter, wenn etwas trauriges passiert, hält man kurz inne, denkt drüber nach, erinnert sich an schöne Momente. Aber deshalb stehen zu bleiben, ist aus meiner Sicht nicht die richtige Herangehensweise.

    Und wenn man nur eine Stunde niedergeschlagen ist und danach wieder voll durchstartet, dann ist das für mich genau so okay, als wenn man mehrere Wochen leicht niedergeschlagen ist.

    Ich finde es auch eher positiv, nach vorne zu blicken. Man braucht die Vergangenheit, seine Erlebnisse und seine Erfahrungen um sich zu orientieren. Man muss allerdings selbst den Weg voran schreiten. Und wenn ein Mensch verstirbt, der einem etwas bedeutet hat, einem vielleicht den Weg gewiesen hat, dann sollte man diese Ratschläge ernst nehmen und damit seinen eigenen Weg gehen - nicht zuletzt um eventuell anderen den Weg zu weisen.

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  12. #9
    Administratorin
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    Es ist auch so ein Thema. Ich würde mich nie um Nahe stehende im Alter kümmern, bei mir daheim aufnehmen und dafür mein Leben aufgeben. Würde das auch nie von meinem Kind, meinen Kindern erwarten. Jeder hat das Recht sein eigenen Leben zu leben.
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  13. #10
    Junior Avatar von SpongeBob Schwammkopf
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    Geht mir genau so. Meinte Mutter hat das (aus meiner Sicht) einfach nicht "verdient". Könnte anders aussehen wenn sie mir einen guten Start ins Leben ermöglicht hätte.

  14. #11
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    Meine Mum ist ne gute, Mein Dad auch, verändert nichts an meiner Meinung.
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  15. #12
    Junior Avatar von Phil
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    Kommt auf deine Psyche drauf an. Dein Unterbewusstsein wird das ganze Bearbeiten, ob trauer oder nicht, gewöhnlich ist das zumindest nicht.
    Der Mensch ist auf die Familie Verknüpft, sollte dadurch ein Teil der Familie gehen treten normalerweiße gewisse Emotionen auf.

    Ähnliches war bei meiner Lebenspartnerin..

    Aber zum Titel: "Menschen sterben und es macht mir nichts aus" ist keine Gesunde Reaktion, bei einem gesunden Menschen gehört Trauer hierbei dazu.
    Keine Emotionen = keine Gefühle. - Man kann dies als Vor- als auch als Nachteil betrachten.

    Wie schnell du die Situation verarbeitest hängt ganz von der Person ab.
    Geändert von Phil (31.10.2016 um 21:31 Uhr)

  16. #13
    Junior Avatar von SpongeBob Schwammkopf
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    Ich gehe auch davon aus das es irgendwann ganz plötzlich kommt. Das gibt es oft. Direkt passiert wenig aber irgendwann haut es dich um.

  17. #14
    Mr. Photoshop Avatar von noid
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    Der eine zuckt nur mit den Schultern, der nächste ist ne Woche nachdenklich und n anderer heult nach 5 Jahren noch Rotz und Wasser, wenn er nur dran denkt. Es gibt ja sehr viele Faktoren, die da mit reinspielen.

    Jeder wird anders an den Tod herangeführt und verarbeitet einen Verlust dann auch dementsprechend emotional, verhalten oder gleichgültig.
    Im Endeffekt bleibt es jedem selbst überlassen, wie man damit umgeht. Der verstorbenen Person ist es letztendlich sowieso egal, ob man in schwere Depressionen verfällt oder es nur zur Kenntnis nimmt und sich schnell damit abfindet. Lediglich die Verwandten, Bekannten und/oder Freunde erwarten in der Regel gewisse Verhaltensweisen.

  18. #15
    Super-Moderator Avatar von FLX
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    Das ist ein sehr spannendes Thema wobei die Meinungen auch sehr stark auseinander gehen.

    Ich persönlich tue mich relativ schwer damit wenn es nahestehende Menschen waren
    oder diese mich eine gewisse Zeitspanne des Lebens begleitet haben.
    Das problematische daran ist sich auf Dauer an den Gedanken/ den Umstand zu gewöhnen.
    Da reichen bestimmte Stichworte, Dinge usw. und sofort wird die Erinnerung wach auf welche Trauer folgt weil der Mensch einfach nicht mehr da ist. Letztendlich wie Narben die lange zum verheilen brauchen. Grundsätzlich bin ich was schlimme Dinge (wie zb. Tod) angeht eher distanziert und Gefühlsneutral, persönlich betroffen dauert es allerdings seine Zeit.

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