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Thema: Krypto-Trojaner Locky wütet in Deutschland: Über 5000 Infektionen pro Stunde

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    Krypto-Trojaner Locky wütet in Deutschland: Über 5000 Infektionen pro Stunde


    Die neue Ransomware Locky findet hierzulande offenbar massenhaft Opfer, darunter auch ein Fraunhofer-Institut. Inzwischen haben die Täter ihrem Schädling sogar Deutsch beigebracht.

    Der Erpressungs-Trojaner Locky verbreitet sich insbesondere in Deutschland rasend schnell: Über 5000 Neuinfektionen pro Stunde zählt der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont. Erst mit etwas Abstand folgen die Niederlande und die USA in der Liste der am stärksten betroffenen Länder. Es gelang Beaumont, sich in den Datenverkehr der Ransomware einzuklinken, indem er eine der Domains registrierte, unter welcher Locky seinen Command-and-Control-Server zu kontaktieren versucht.

    Locky spricht Deutsch
    Unterdessen haben die Locky-Entwickler ihren Schädling auch die deutsche Sprache beigebracht. Wer sich hierzulande infiziert, dem zeigt der Krypto-Trojaner nun einen deutschsprachigen Erpresserbrief. Der Windows-Schädling ändert nach dem Verschlüsseln der Dateien inzwischen auch das Desktop-Hintergrundbild, um seine Forderung deutlich zu machen.

    Fraunhofer-Institut infiziert
    Zu den Opfern zählt hierzulande laut dpa-Informationen auch ein Fraunhofer-Institut in Bayreuth. Dort hat Locky am Mittwochnachmittag die Dateien eines zentralen Servers verschlüsselt und unbrauchbar gemacht. Von dem Ausfall waren ungefähr 60 PC-Arbeitsplätze betroffen. Eine IT-Expertin des Instituts vermutet, dass der Schädling über einen der Arbeitsplätze ins Netzwerk gelang ist.
    Netzwerkfreigaben und Cloud-Speicher

    Der Erpressungs-Trojaner Locky verschlüsselt nicht nur Dateien auf dem infizierten Rechner, sondern auch alles, was er über das Netzwerk erreicht. Laut BleepingComputer erreicht der Schädling sogar Netzwerkfreigaben, die aktuell nicht ins System eingebunden sind. Auch vor Cloud-Speichern macht Locky nicht Halt: Werden Ordner des infizierten Rechners mit der Cloud synchronisiert, werden automatisch die online gespeicherten Originale der Dateien durch die verschlüsselten Varianten ersetzt.

    Locky Decryptor ausprobiert
    Nach wie vor ist kein Weg bekannt, die verschlüsselten Dateien ohne Zahlung des Lösegelds zu retten. heise Security liegt eine Version des kostenpflichtigen Entschlüsselungs-Tools der Täter vor. Es kann anscheinend lediglich jene Dateien dechiffrieren, die auf dem System des zahlenden Nutzers verschlüsselt wurden. Wer sich vor digitalen Geiselnahme schützen will, sollte regelmäßig Backups aller wichtigen Dateien anlegen – an einem Ort, den ein Trojaner möglichst schwer erreichen kann. Geeignet ist etwa eine USB-Festplatte, die man nur bei Bedarf mit dem Rechner verbindet.

    Gefährliche Office-Dokumente
    Locky wird aktuell vor allem per Mail verbreitet. Es handelt sich zumeist um frei erfundene Rechnungen, welche die Neugier des Empfängers wecken sollen. Im Anhang befindet sich ein Office-Dokument mit Makro-Code, der die Infektion auslöst. Die Verbreitung wird aktuell massiv vorangetrieben: Das luxemburgische CERT hat auf einem Honeypot innerhalb einer halben Stunde 500 Mails mit verseuchten Excel-Dateien erhalten. Außerdem verbreiten Online-Ganoven den Erpressungs-Trojaner über Exploit-Kits wie Neutrino. Exploit-Kits versuchen Malware über Sicherheitslücken im Browser und den installierten Plug-ins wie Flash zu verbreiten. Wer sich vor derartigen Angriffen schützen will, muss sein System stets auf dem aktuellen Patch-Stand halten.

    Quelle: Heise.de

  2. #2
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    Wenn ich immer Institut in Verbindung mit IT-Experte lese muss ich immer herzlich Lachen.
    Ich darf mich Tag täglich mit den "IT-Experten" diverser Institute rumschlagen und was man da zum Teil sieht lässt einen nur den Kopf schütteln.

    Sicherheit = Eher nicht vorhanden.

    Da wundert es mich nicht wenn sich ein derartiger Schädling so schnell und massiv in einem Institut ausbreiten kann.
    Und der Rest sind halt wieder User die auf die "Sie haben 10k Euro gewonnen" -Email Anhänge klicken.

  3. #3
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    Ich kann auch berichten, dass in einer großen Firma eines Bekannten, wo sich angeblich auch diese selbsternannten IT-Experten tummeln, enorm vom Locky befallen ist.
    Wer Anhänge öffnet und Tools aus dem Netz saugt, und diese dann nicht auf einer VM ausführt, der gefährdet sich enorm selber.

    LG Lipovitan

  4. #4
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    Ja. Leider wird IT-Sicherheit bei den meisten Mittelständlern noch sehr sehr stiefmütterlich betrachtet. Man weiss man muss etwas tun aber im Daily Business geht das Ganze dann leider unter.
    Einer unserer Kunden beschäftigt sich mit Abfüllanlagen und deren Steuerungen. Die Sicherheit an den Anlagen selber ist wirklich groß, aber kaum geht man in die Firma selber kann man sich auch schon an diversen Dosen anstecken und sieht alles was gerade im aktuellen VLAN ist etc. Kein Portlock, Maclock oder Ähnliches. Auf die Frage warum das so ist wird dann meistens mit den Schultern gezuckt und gesagt das Daily Business fordert soviel Ressourcen daß dafür keine Zeit bleibt oder nur wenig.

    Allerdings haben die Herren jetzt auch mal den Gong gehört und werden bald etwas tun. (hoffe ich).

    Und so schauts halt bei vielen deutschen Firmen aus. "es lief ja bisher auch".

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