So ist es Leute, man ist auch bei Offshore Firmen nie sicher.
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20 Minuten - Briefkastenfirmen von Prominenten enthüllt - News
Durch ein Datenleck bisher unbekannten Ausmasses sind sogenannte Briefkastenfirmen von Politikern und bekannten Personen aus aller Welt entdeckt worden.
In den Unterlagen tauchen nach Angaben in der Montagsausgabe der «Süddeutschen Zeitung», aber auch des «Tages-Anzeigers», die Namen von Milliardären, Politikern, Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und Betrügern auf. Unter anderem hätten Vertraute von Russlands Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Briefkastenfirmen einrichten lassen. Enge Vertraute von Putin leiteten den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren unter konspirativen Umständen offenbar mehr als zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen und schafften dabei viel Geld aus Russland heraus. Auch der isländische Premierminister Sigmundur Gunnlaugsson soll bis Ende 2009 zusammen mit seiner heutigen Ehefrau eine Briefkastenfirma besessen haben, in der unter anderem Anleihen wichtiger isländischer Banken deponiert waren.
Die Informationen über die Offshore-Geschäfte wurden gemäss dieser Medien von einer anonymen Quelle zugespielt. Den Zeitungen zufolge handelt es sich um 2,6 Terabyte an Daten, das sind 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214'000 Briefkastenfirmen. Es sei das grösste Datenleck, das es bislang gab. An der Auswertung der Dokumente beteiligten sich etwa 400 Journalisten aus fast 80 Ländern. In Deutschland waren an der Recherche auch NDR und WDR beteiligt.
Eine Kanzlei aus Panama steckt dahinter
Das Leck umfasst E-Mails, Urkunden, Kontoauszüge, Passkopien und weitere Dokumente zu rund 214'000 Gesellschaften vor allem in Panama und auf den Britischen Jungferninseln. Die Briefkastenfirmen wurden von der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama gegründet. Diese erklärte auf Anfrage, die Kanzlei arbeite seit 40 Jahren ohne jede Beanstandung. «Nie sind wir einer Straftat beschuldigt oder angeklagt worden.»
Auch international sanktionierte Geschäftsleute wie ein Cousin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad oder Monarchen wie der König von Saudi-Arabien haben den Unterlagen zufolge Offshore-Firmen genutzt. Neue Vorwürfe gibt es durch das Datenleck laut «Süddeutscher Zeitung» beispielsweise auch gegen den argentinischen Fussballstar Lionel Messi.
Briefkastenfirmen werden unter anderem genutzt, um Vermögen vor dem Finanzamt zu verstecken, also um Steuern zu hinterziehen.





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