Amazon meldet aktuell erhöhte Fehlerraten bei seinem Clouddienst S3. Das Problem soll auf eine Serverfarm, dem US-East-1-Rechenzentrum, zurück zu führen sein und setzt sich nun fort. Betroffen sind davon zahlreiche beliebte Dienste, wie Slack, Quora, IFTTT oder Trello.
Wie die Newsseite The Next Web schreibt, sind durch die anhaltenden Probleme bei den Amazon Web Services eine Vielzahl an Internet-Angeboten derzeit massiv gestört. AWS lege das Internet lahm, heißt es dort. Ganz so dramatisch ist die Situation aber noch nicht. Ironischerweise lassen sich leider derzeit die Ausfälle über die Webseite Isitdownrightnow.com nicht prüfen - Isitdownrightnow ist aufgrund der AWS-Störung kaum noch erreichbar.
Probleme mit Prime und Fire TV
Bei Amazon selbst äußern sich die Probleme derzeit beispielsweise als Verbindungsproblem für den Fire TV-Stick. Nutzer berichten, dass der Stick in Deutschland seit kurz vor 19 Uhr keine Verbindung etablieren kann oder regelmäßig die Verbindung abbricht. Betroffen sein sollen auch Amazons Streaming-Angebote, angefangen bei Amazon Prime über Amazon Music bis hin zu den Cloudspeichern für Fotos. Da der Konzern aber auf Backup-Lösungen zurückgreift, sollen nicht alle Nutzer gleichermaßen betroffen sein. Mittlerweile soll es auch erste Fortschritte geben, den Fehler komplett auszumerzen.
Amazon hatte in der Vergangenheit schon größere Ausfälle zu händeln. Derzeit spricht das Unternehmen auch offiziell nur von aufgetretenen Problemen und nicht etwa von einem Total-Ausfall. Für die Unternehmen, die ihre Dienste auf AWS aufbauen, sind diese Fehler aber eine kleine Katastrophe. Dienste weltweit sind derzeit offline, ausgelöst durch die Probleme bei Amazon.
Medien befürchten Hackerangriff
Was genau dahinter steckt ist derzeit noch unbekannt. Die Vermutung liegt zwar nah, dass es sich ähnlich wie im vergangenen Herbst, als es massive Ausfälle bei der IoT-Infrastruktur gab, um einen Hackerangriff handelt. Es gibt allerdings derzeit keine öffentliche Stellungnahme dazu, die Medien spekulieren nur.
Wenn es nun aber heißt, die Amazon Web Services haben mit Problemen zu kämpfen, heißt das im Grunde, das halbe Internet hat bald mit Problemen zu kämpfen.
Nachtrag 22.52 Uhr: Weitere betroffene Dienste und Webseiten: Teile von Adobes Services, Amazon Twitch, Bitbucket, HipChat, Buffer, Business Insider, Carto, Chef, Citrix, Clarifai, Codecademy, Coindesk, Convo, Coursera, Cracked, Docker, Elastic, Expedia, Expensify, FanDuel, FiftyThree, Flipboard, Flippa, Giphy, GitHub, GitLab, Greenhouse, Heroku, Home Chef, iFixit, Imgur, Ionic, Jamf, JSTOR, Kickstarter, Lonely Planet, Mailchimp, Mapbox, Medium, Microsofts HockeyApp, MIT Technology Review, MuckRock, New Relic, News Corp, PagerDuty, Pantheon, Razer, Signal, Sprout Social, StatusPage, Travis CI, Twilio, Unbounce, U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Vermont Public Radio, VSCO, Xero, Zendesk. (via Venturebeat)





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