da kann man ja nur froh sein, dass Oliver Stone die Verfilmung übernahm. Die Filmrechte wurden lt geleakten Sony mails für $700.000 erworben. Das Buch "The Snowden Files: The Inside Story of the World's Most Wanted Man" (Guardian/Faber & Faber, 2014) von Luke Harding, wurde von Julian Assange ziemlich zerrissen: "wie der Guardian die Snowden Story ausgeschlachtet hat" >How 'The Guardian' Milked Edward Snowden's Story< "schwach recherchiert, schlecht geschrieben und eigennützig - das Buch ein 'hack-job' im wahrsten Sinn, zusammengewürfelt aus 2. Hand Quellen, min. zusätzlicher Recherche, um Erster auf dem Markt zu sein, seine sparsamen Ursprünge schwer zu übersehen."

So hat Harding lt. Assange nie mit Snowden selbst gesprochen, oder sich mit ihm getroffen. Die beiden selbst haben natürlich auch noch eine Geschichte, so war Harding 2011Co-Author von WikiLeaks: Inside Julian Assange's War on Secrecy, Grundlage für Dreamworks 2013er Flop The Fifth Estate. Noch ein paar Jahre zurück, wurde Harding 2007 als Plagiarist des Jahres von 'Private Eye' ausgezeichnet, und seine Arbeitsweisen von damals sind gleich geblieben so Assange.

Was den Guardian betrifft, so sind von den $700.000 nichts in Snowdens Verteidigungs-Fond geflossen und der Guardian stellt sich im Buch, zu Unrecht zu sehr in den Vordergrund. Da gehören andere hin, James Risen, Glenn Greenwald, Laura Poitras, Peter Maas, Janet Reitman, Redakteure der 'South China Morning Post' u.a. "Wir sind mit einem 'bullshitter's guide' in die Welt des 'most wanted man' zurückgelassen. Ein Buch von jemandem, der nicht da war, nicht weiß, nicht gehört und nicht versteht. Wo das Buch richtig ist, ist es abgeleitet und wo es nicht abgeleitet ist, ist es nicht genau".

Wieviel vom Buch letztlich im Drehbuch und dann im Film übrigblieb, kann ich nicht beurteilen. Ich hab das Buch nicht gelesen, den Film guck ich morgen, über zwei Stunden, na dann.