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Thema: Illegales Filesharing nach BGH-Urteil noch leichter verfolgbar

  1. #1
    Senior Avatar von delle
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    Illegales Filesharing nach BGH-Urteil noch leichter verfolgbar

    Der illegale Tausch von Musik, Filmen und Software über Tauschbörsen wird in Deutschland bereits rigoros verfolgt. Bei über die IP-Adresse nachweisbaren Verstößen müssen die Netzbetreiber die Nutzerdaten herausgeben, wenn eine Richtergenehmigung vorliegt. Ein neues BGH-Urteil erweitert jetzt den Wirkungsbereich solcher Richtergenehmigungen.

    In einem am Donnerstag behandelten Fall ging es um die Nutzerdaten einer Kundin von 1&1, die über eine Tauschbörse das Computerspiel "Dead Island" geteilt haben soll. Nach der Identifikation der IP-Adresse hatte ein Richter die Forderung auf Herausgabe der Nutzerdaten vom Netzbetreiber genehmigt. Dieser war allerdings die Deutsche Telekom, von welcher 1&1 die Netzinfrastruktur als Wiederverkäufer nutzt. 1&1 hatte zwar auf Nachfrage der Telekom die Nutzerdaten der Frau herausgegeben. Diese waren als Beweismittel in vorherigen Instanzen jedoch nicht anerkannt worden, da die Richtergenehmigung sich auf die Telekom als Netzbetreiber bezogen hatte.

    Richtergenehmigungen auch für Telekom-Netzkunden gültig

    Laut BGH-Urteil sind die von 1&1 geteilten Nutzerdaten aber als Beweismittel zulässig, da es sich dabei nicht um Internet-Verkehrsdaten wie IP-Adresse, Tag und Uhrzeit handelte, sondern um Bestandsdaten. Diese hätten aber auch ohne ein zusätzliches Gestattungsverfahren mitgeteilt werden können. Nach dem BGH-Urteil muss der Fall jetzt neu verhandelt werden. Es ist davon auszugehen, dass die Beklagte schließlich rechtskräftig verurteilt wird, da die Beweismittel ja bereits vorliegen und jetzt auch verwertet werden dürfen.

    Das BGH-Urteil könnte für viele Softwarepiraten, die sich bislang hinter Netzkunden der Deutschen Telekom verstecken konnten, teuer werden. Eine einmalig ausgestellte Richtergenehmigung ist demnach automatisch auch für diese gültig. Bislang musste in solchen Fällen eine weitere Richtergenehmigung beantragt werden. Mit dem Urteil sorgen die BGH-Richter nicht nur für Gleichheit vor dem Recht für alle Softwarepiraten, sondern auch für eine Entlastung der zuständigen Gerichte. Diese sind aufgrund der systematischen Suche nach Rechtsverstößen durch Abmahnkanzleien und Lizenzinhaber bereits mehr als ausgelastet. Für aktive Filesharer auf BitTorrent und anderen Plattformen hat sich das Risiko erwischt und belangt zu werden, mit dem BGH-Urteil jedenfalls deutlich erhöht.
    Quelle:

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  2. #2
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    Solange es nicht die OCHs betrifft, ist das Urteil doch egal.
    Wer Torrents mit seiner richtigen IP läd, ist selbst Schuld.

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  4. #3
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Solange es nicht die OCHs betrifft
    Wie sollte es denn die OCH betreffen? Da teilt man nichts. Da "konsumiert" man nur.

  5. #4
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Solange es nicht die OCHs betrifft, ist das Urteil doch egal.
    Nein es ist nicht egal. Selbst wenn es einen erstmal nicht betrifft funktioniert Politik so das sie nach einem "Etappensieg" sich dem nächsten Thema zuwenden und alles immer schlimmer wird.

    Deswegen wäre es von Vorteil wenn sie sich an dem Thema noch ne Dekade abarbeiten.

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  7. #5
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    Zitat Zitat von wat Beitrag anzeigen
    Wie sollte es denn die OCH betreffen? Da teilt man nichts. Da "konsumiert" man nur.
    Eben deswegen sage ich ja, dass es egal ist

    Zitat Zitat von fritzi Beitrag anzeigen
    Nein es ist nicht egal. Selbst wenn es einen erstmal nicht betrifft funktioniert Politik so das sie nach einem "Etappensieg" sich dem nächsten Thema zuwenden und alles immer schlimmer wird.

    Deswegen wäre es von Vorteil wenn sie sich an dem Thema noch ne Dekade abarbeiten.
    Ja, aber wenn man die richtigen Vorkehrungen durch zB VPNs trifft, kann die Politik doch machen was sie wollen?
    Wenn es soweit kommen sollte, dass OCHs auch für "Konsumenten" die IP speichern und rausgeben müssen, werden sich uploader neue Wege einfallen lassen. Oder OCHs sterben aus und es wird nun noch NZB genutzt. Oder es geht wieder zurück zu FXP. Mal gucken.

    Aber an und für sich hast du natürlich recht, umso länger die Politik braucht ,desto einfacher bleibt es.

  8. #6
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Ja, aber wenn man die richtigen Vorkehrungen durch zB VPNs trifft, kann die Politik doch machen was sie wollen?
    Wenn es soweit kommen sollte, dass OCHs auch für "Konsumenten" die IP speichern und rausgeben müssen, werden sich uploader neue Wege einfallen lassen. Oder OCHs sterben aus und es wird nun noch NZB genutzt. Oder es geht wieder zurück zu FXP. Mal gucken.

    Ich glaube du unterschätzt dramatisch wie nah wir schon an Netzsperren und VPN Verboten sind. Die Wege dahin war früher eine "Politik der kleinen Schritte", jetzt eilen sie mit Siebenmeilenstiefeln vorran. Man hat mittlerweile jeden Tag solche Meldungen -> https://www.heise.de/newsticker/meld...m-3771699.html

    Genauso wie die scheisse mit den Offenen Wlans, hey kostenloses Internet (Aber dann halt mit garantiert immer größer werdenden Filterlisten.)
    usw usw


    Übrigens bin ich der festen Meinung das keine(funktionierende) Regierung immer noch der Idealzustand ist, Dank des Riesenbeamtenapperates und der allgemeinen Disziplin würde dieses Land nachwievor funktionieren aber es kämen wenigstens keine neuen Gesetze hinzu(Viele Gute sind es ja nicht mehr, das meiste sind Verbote und Verschärfungen).
    Und Belgien hatte fast 2 Jahre keine Regierung und ihnen gehts immernoch gut ^^

  9. #7
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    Zitat Zitat von fritzi Beitrag anzeigen
    Ich glaube du unterschätzt dramatisch wie nah wir schon an Netzsperren und VPN Verboten sind.
    VPN verhindern ist auf nationaler Ebene technisch gar nicht möglich. Möglich wäre natürlich das Verbot von allgemeiner Verschlüsselung bzw. nur mit Masterkey und DPI. Aber selbst dafür würde man sich etwas überlegen können.

    Ich denke es geht gar nicht darum alles zu verhindern, sondern nur etwas schwieriger zu gestalten. Wenn es 50% weniger Warezkonsumenten gäbe, wäre das sicherlich schon ein großer Fortschritt in den Augen so mancher Idioten die meinen das brächte ihnen auch nur einen Cent mehr Umsatz.

  10. #8
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    Zitat Zitat von wat Beitrag anzeigen
    VPN verhindern ist auf nationaler Ebene technisch gar nicht möglich. Möglich wäre natürlich das Verbot von allgemeiner Verschlüsselung bzw. nur mit Masterkey und DPI. Aber selbst dafür würde man sich etwas überlegen können.
    Ähm, China kriegt das ganz gut hin. Sicherlich gibts immernoch eine Tricks die das möglich machen aber eine stabile VPN Verbindung ist da eher eine Ausnahme. Das hat auch nichts damit zu tun das sie in die VPN Verbindungen reinsehen können. Sie stören sie einfach. Aber hey, als Firma darfst du da immerhin noch welche "Anmelden".


    Generell sind EU Politiker nicht in der Lage Technische Sachen zu verstehen, es ist ihnen auch egal. Sie lassen sich von "Experten" bequatschen und sich von ihnen die GEsetze sogar vorschreiben.
    Sobald der erste Innenminister weiss was ein VPN ist kommt das in Gang, könnten ja immerhin auch Terroristen nutzen.


    Zitat Zitat von wat Beitrag anzeigen
    Ich denke es geht gar nicht darum alles zu verhindern, sondern nur etwas schwieriger zu gestalten. Wenn es 50% weniger Warezkonsumenten gäbe, wäre das sicherlich schon ein großer Fortschritt in den Augen so mancher Idioten die meinen das brächte ihnen auch nur einen Cent mehr Umsatz.
    Die wollen es komplett verhindern, meinst du die hören auf wenn sie bei 50% sind? Im Gegenteil dann drehen sie erst richtig auf. Und sein wir mal Realistisch, viele der Politiker halten das Internet grundsätzlich für ne Schlechte Idee die schleunigst beseitigt gehört.

  11. #9
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    Dann werden netze und VPNs gesperrt, dann sinken die Preise für Internet über Sattelit.

  12. #10
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Dann werden netze und VPNs gesperrt, dann sinken die Preise für Internet über Sattelit.
    Inwiefern sollte das irgendwas ändern? Auch das Internet funktioniert nicht mit Magie oder gehört ner Crowd

  13. #11
    Senior Avatar von Phil
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    Ich hasse solche kauderwelsche Nachrichten.
    Was ich lese ist IP Adresse, Dead Island, blablabla, Richter.

    Sie versuchen den Tochter-Gesellschaften zwar mehr auf die Spur zu kommen, aber was soll diese news?
    Als ob VPN-Provider nicht loggen. - wer kann das versichern?

  14. #12
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    Dann nimmt man sich eben einen Sattelitenanbieter aus Guatemala, oder so.
    Evtl gibts dann auch neue Wege, an seinen Stoff zu kommen.
    Ich wollte damit nur sagen, dass es immer Mittel und Wege geben wird, zumindest bin ich davon überzeugt.

    Und wenn nicht, kann ich mir zumindest vorstellen, dass die Preise für das legale Streaming extrem fallen werden, schließlich strömen dann Millionen an "Piraten" an die legale Küste.
    Dann geht der Preiskampf zwischen Amazon und Netflix, Sky und wie sie alle heißen erst richtig los....

  15. #13
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Und wenn nicht, kann ich mir zumindest vorstellen, dass die Preise für das legale Streaming extrem fallen werden, schließlich strömen dann Millionen an "Piraten" an die legale Küste.
    Dann geht der Preiskampf zwischen Amazon und Netflix, Sky und wie sie alle heißen erst richtig los....
    Dieser "Preiskampf" ist genau wie "der Freie Markt" BWL Neusprech für "Wir pressen euch aus bis zum letzten Cent", Ein Preiskampf existiert in den neuen Medien schlicht nicht und der Preis kennt auf Dauer nur einen Weg : "Nach oben". Netflix hat ja letzte Woche erst wieder Versuche gefahren ob man die Schmerzgrenze nicht nach oben Verschieben kann. Amazon hat die Prime Preise auch erhöht.

  16. #14
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    Das mag sein. Ich rede von der fiktiven Zukunft und du von der aktuellen Gegenwart, das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Wen Abermillionen Piraten nun legal streamen wollen, stehen Sie vor der Frage "welches Angebot nutze ich nun", und da kann man entweder über exklusive Inhalte gehen oder eben über den Preis.
    Ich kann die Zukunft leider nicht vorhersehen, ich glaube nur, dass es immer mittel und wege geben wird, an Warez zu kommen, egal wie - und wenn es eben wieder auf die persönliche Schiene hinausläuft -> Irgendjemand bekommt ein Release von einem Freund dessen Freund dessen..... irgendwen in der Szene kennt (oder keine Angst vor nem Bust hat), und der Jemand brennt dann eine Bluray mit den Filmen/Serien/Spielen die man haben will, und dann rückt man wieder nen 10 Mark Schein raus (um GTA London zocken zu können, so wars jedenfalls bei mir "damals"

  17. #15
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    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Das mag sein. Ich rede von der fiktiven Zukunft und du von der aktuellen Gegenwart, das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Ich rede auch von der Zukunft wenn ich Sage "Die Preise werden höchsten steigen aber niemals fallen"


    Zitat Zitat von DrNice Beitrag anzeigen
    Wen Abermillionen Piraten nun legal streamen wollen, stehen Sie vor der Frage "welches Angebot nutze ich nun", und da kann man entweder über exklusive Inhalte gehen oder eben über den Preis.
    Die "Abermillionen Piraten" werden eher an den Punkt kommen (wenn sie ein normales Einkommen haben) zu entscheiden: "Buche ich alle 3 verbliebenen Streamingdienste" oder brauche ich nur einen. Über den Preis geht keiner sondern nur über die Inhalte. Falls es dir nicht aufgefallen ist die Anbieter sterben weg wie die Fliegen weil sie kein Businessmodell gefunden haben das funktioniert.
    Neuestes Opfer ->Soundcloud. Aber auch bei reinen Videoanbietern sind in den letzten Jahren mehr gestorben als hinzugekommen.

    Sicher wird es auch illegale Quellen weiterhin geben und manche Idioten zahlen dafür Geld aber es wird immer aufwändiger werden und wozu das ganze wenn man das ganze Halbwegs aktuelle Angebot mit ~30 Euro im Monat abdecken kann? Aber ja, Kinofilme brauchen noch zulange.

    Standard Argument für Raubkopien war die letzten 20 Jahre: "Es gibt keine alternativen legalen Angebote". Jetzt gibt es diese und sie werden auch genutzt
    Sein wir mal Realistisch, es gibt zur Zeit so ein Massives Überangebot an Serien/Filmen und Co das man kaum noch Bedarf hat sich zusätzlich was suchen zu Müssen. Die meisten in meinem fortgeschrittenen(*Schluchz) Alter die früher sehr aktiv wahren geben sich den Stress einfach nicht mehr weil sie versorgt sind und wichtigere Probleme haben.


    Und wenn wir mal ein Blick auf die "Szene" werfen: Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und jetzt geht es endgültig allen nur noch ums Geld. :/

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