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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Stadt zahlt Lösegeld: Dettelbach kauft sich von Trojaner frei



Shepard
03.03.2016, 18:44
DETTELBACH - Mit der Zahlung eines Lösegelds ist die Stadt Dettelbach (Landkreis Kitzingen) nach einem Hackerangriff auf das kommunale EDV-System der Forderung von Erpressern nachgekommen. Der Polizei gefällt das Vorgehen der Stadt überhaupt nicht.

Cyber-Kriminelle hatten die Datenbanken der unterfränkischen Kommune vor knapp vier Wochen mit dem Trojaner "TeslaCrypt" infiziert. Die Attacke auf das Computersystem am 8. Februar erfolgte nach Darstellung der Stadt Dettelbach über den Anhang einer E-Mail. Der heimtückische Virus sorgte für einen weitreichenden Ausfall des EDV-Systems mit erheblichen Datenverlusten. Für die Freigabe der blockierten Daten durch eine Entschlüsselungssoftware zahlte die Stadt schließlich ein Lösegeld von rund 490 Euro, oder auch 1,3 BitCoins, eine im Internet genutzte digitale Währung.

Diese Vorgehensweise rief auch Kritik hervor. Die Polizei rät dringend davon ab, erpresserischen Forderungen dieser Art nachzukommen. Betrügern dürfe nicht nachgegeben werden. Die Polizei empfiehlt, bei Cyber-Angriffen unbedingt Anzeige zu erstatten. Im Fall von Dettelbach wird wegen Erpressung ermittelt.


Auch in der Region häufen sich derweil Attacken mit dem Trojaner "Locky". Opfer wurden unter anderem die Bezirkskliniken Ansbach und das Fraunhofer-Institut in Bayreuth.

Quelle (http://www.nordbayern.de/region/eine-stadt-zahlt-losegeld-dettelbach-kauft-sich-von-trojaner-frei-1.5034584)

maz
03.03.2016, 19:36
Es gibt also sogar Städte die wie ichs machen würden und einfach mal zahlen :D
Leider ist aus dem Artikel nicht ersichtlich ob die Daten entschlüsselt wurden, deshalb hier noch eine Ausführlichere Quelle:
Ransomware Teslacrypt: Stadtverwaltung Dettelbach zahlt Lösegeld - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/ransomware-teslacrypt-stadtverwaltung-dettelbach-zahlt-loesegeld-a-1080528.html)
Laut der hat man danach die Daten entschlüsseln können, ergo war es für die Stadt selbst vermutlich ein Gewinn.

Die Grundsatzfrage, ob es richtig ist zu bezahlen bleibt natürlich, da ich und die meisten aber sehr egoistisch denken werden wohl viele bezahlen, solange klar ist, das man die Daten erhält.
Das dümmste an der Geschichte ist vermutlich der Mediale Aufschrei, da so nun alle wissen, dass sie nach dem Zahlen die Daten vermutlich erhalten und somit massiv viel mehr zahlen werden.

Shepard
18.03.2016, 15:47
Ein kleiner Nachtrag den ich gerade gelesen habe.

"Das war im Fall der unterfränkischen Kleinstadt Dettelbach anders. Dort war die EDV-Anlage der Stadtverwaltung mit dem Trojaner Teslacrypt nachhaltig verseucht worden. Die Kommune zahlte knapp 500 Euro an die unbekannten Erpresser, um die Daten wieder entschlüsseln zu können. Doch aufgrund von internen Fehlern bei der Sicherung und Entschlüsselung kam es zu gravierenden Datenverlusten"

Bezirkskliniken kämpfen mit Folgen der Cyber-Attacke - Region - nordbayern.de (http://www.nordbayern.de/region/bezirkskliniken-kampfen-mit-folgen-der-cyber-attacke-1.5066000)

maz
18.03.2016, 16:27
Finde die Schweizer Bank, die 10'000 abgedrückt hat um einer DDOS zu entgehen trotzdem sehr viel dümmer :D
20 Minuten - Schweizer Unternehmen liess sich erpressen - News (http://www.20min.ch/digital/news/story/20521137)

Wobei die Schweiz diese Woche echt unter vielen DDOS Angriffen litt. Bei uns waren zig onlineshopps am Montag und Dienstag offline.
Schweizer Online-Portale wegen DDoS-Attacke down? - IT Magazine (http://www.itmagazine.ch/Artikel/61751/Schweizer_Online-Portale_wegen_DDoS-Attacke_down.html)