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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Innenminister will Netz-Nutzung unter Vollüberwachung stellen



RedDevil
14.08.2016, 10:32
https://www.szenebox.org/images/_imported/2016/08/68.jpg ► Es gibt wieder einmal neue "geplante Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Deutschland". Diese hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) heute offiziell vorgestellt. Dazu gehört eine extreme Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung auf die komplette Nutzung des Netzes.

Wie die Experten bei Netzpolitik.org (http://winfuture.digidip.net/visit?url=https%3A%2F%2Fnetzpolitik.org%2F2016%2Fi nnenminister-de-maiziere-fordert-vorratsdatenspeicherung-fuer-whatsapp-und-soziale-medien%2F&ppref=http%3A%2F%2Fwinfuture.de%2Fnews%2Fticker%2F ) aus dem vorgestellten Material herausarbeiten, geht es scheinbar nur um einen kleinen Begriff - der es dann aber gewaltig in sich hat: Bisher ist die Vorratsdatenspeicherung auf Telekommunikationsdienste ausgerichtet. Die Provider müssen also speichern, wer wann mit wem und teils auch von wo kommuniziert hat. Diese Überwachungsmaßnahme soll nun aber auch auf Telemediendienste ausgeweitet werden.

Zu diesen gehören im Grunde alle möglichen Angebote, die im Internet und auch auf den Rundfunkkanälen zu finden sind. In der Praxis würde dies bedeuten, dass nicht mehr nur das Kommunikations-, sondern auch das gesamte Nutzungsverhalten der ganzen Bevölkerung vom Provider oder dem jeweiligen Diensteanbieter protokolliert werden müsste - also, welche Seiten aufgerufen werden, wer wann ein Online-Spiel verwendet oder welche Produkte in einem Online-Shop angesehen werden.

► Vorschlag ist eher heiße Luft
Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass hier in absehbarer Zeit tatsächlich ein Gesetzesentwurf kommen könnte, der den Wunsch des Innenministers umsetzt. Denn zuständig hierfür wäre das Bundesjustizministerium. Dieses steht unter der Leitung von Heiko Maas von der SPD. Und dieser wird einem Unionspolitiker wohl kaum im Wahlkampf vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr ein solch großes Geschenk vor die Füße legen.

Auf den Vorschlag hat auch der Provider-Branchenverband Eco sofort reagiert. Eine solche Regelung würde eine "enorme Belastung für die Internetwirtschaft" bedeuten. Jeder noch so kleine Betreiber eines Angebotes im Netz müsste dann ein ebenso umfassendes Überwachungs-Equipment aufbauen, wie es die großen Netzbetreiber bereits tun müssen. Die Erfassung der Daten wäre da noch das geringste Problem. Schwieriger dürfte es sicherzustellen sein, dass beispielsweise ein kleiner Blog- oder Forenbetreiber eine so sichere Archivierung der Informationen umsetzen könnte, wie es das Bundesverfassungsgericht von einer Vorratsdatenspeicherung verlangt.

Quelle: Winfuture.de (http://winfuture.de/news,93584.html)

jbs
14.08.2016, 12:42
Schön Langsam gefällt mir die Idee mit den dezentralen Netzen, die von jedem selbst gewartet werden immer besser. Es läuft nix mehr über Provider, sondern jeder baut sich selbst sein Netz mittels WLAN oder Funk zusammen und umgeht die Großen und die Überwachung damit. Inhalte aus dem Internet können über Proxies ins eigene Netz gespiegelt werden und erscheinen dort als eigene Kopie der Websites, welche auch intern verwaltet und gewartet werden können.

Egal ob Blog oder riesengroße Website, es wird kopiert und in CMS eingepflegt, welche auf eigenen lokalen Servern liegen und dann im eigenen Netz wieder zur Verfügung gestellt. Ein Mix aus VPN und TOR, die keinen direkten Zugang zum Internet haben, sondern nur Daten aus dem Internet runter- aber nicht hinaufladen können (One-Way-Proxies).

Dadurch könnte man die Informationen die man wirklich brauch, filtern, kanalisieren und zur Verfügung stellen. Man wäre weitestgehend geschützt vor den ganzen Copyright Spinnern und könnte eine Art eigenes Internet bereitstellen, mit allen möglichen Diensten, die man sich nur so vorstellen kann.

In die Richtung von Freifunk, nur über einen (de-)zentralen Internet Exit, welcher Daten holt, welche man haben möchte. Der Rest läuft im internen Netz ab. So in der Art von kleinen Gemeinden, welche sich selbst verwalten können und miteinander in Verbindung stehn, ohne einem großen Ganzen untergeordnet zu sein. Aufrechterhaltung der Verbindungen zwischen den Gemeinden wäre mittels Gemeinde-P2P möglich, indem sich mehrere Gemeinden zusammenschließen und Verbindungen nicht nur von einer Gemeinde zur Nächsten gehen. Sondern Gemeinde A mit Gemeinde B und C verbunden ist, Gemeinde B mit A und C, C mit A und D, D mit A und E und B usw.

userxyz
14.08.2016, 12:53
Dadurch könnte man die Informationen die man wirklich brauch, filtern, kanalisieren und zur Verfügung stellen. Man wäre weitestgehend geschützt vor den ganzen Copyright Spinnern und könnte eine Art eigenes Internet bereitstellen, mit allen möglichen Diensten, die man sich nur so vorstellen kann.

Schau dir mal ein Mesh von Freifunk an selbst die sind leider noch nicht so weit verbreitet. Das Interesse daran dürfte auch nur bei technisch versierten Nutzern bestehen. Ottonormalsurfer ist ja auch nach Snowden noch bei Facebook oder Whatsapp. Die wollen einfach irgendwas klicken und dann kommt das. Wie ist total egal. Sollte sowas aufgebaut werden wird es sicher auch durch Regulierung seiten des Staates verboten und unter Strafe gestellt. Nutzen dann nämlich alle Terroristen und Kinderpornos wird es laut Medien dann dort auch zu Hauf geben. Die Idee ist aber schön. Dezentrale soziale Medien waren aber leider auch nur eine Randerscheinung und nichts weiter als eine schöne Idee.



Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass hier in absehbarer Zeit tatsächlich ein Gesetzesentwurf kommen könnte, der den Wunsch des Innenministers umsetzt. Denn zuständig hierfür wäre das Bundesjustizministerium. Dieses steht unter der Leitung von Heiko Maas von der SPD. Und dieser wird einem Unionspolitiker wohl kaum im Wahlkampf vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr ein solch großes Geschenk vor die Füße legen.

Der Trend wird aber komplett in diese Richtung gehen. Irgendwann wird automatisiert alles gefiltert und auf abnormales Verhalten untersucht. SSH Keys muss man vorher bei einer Behörde anmelden und VPN und so werden verboten. Ich denke in 2 Generationen wird Privatsphäre ein veralteter Begriff für das Museum sein.

fritzi
14.08.2016, 14:26
► Vorschlag ist eher heiße Luft
Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass hier in absehbarer Zeit tatsächlich ein Gesetzesentwurf kommen könnte, der den Wunsch des Innenministers umsetzt. Denn zuständig hierfür wäre das Bundesjustizministerium. Dieses steht unter der Leitung von Heiko Maas von der SPD. Und dieser wird einem Unionspolitiker wohl kaum im Wahlkampf vor der Bundestagswahl im kommenden Jahr ein solch großes Geschenk vor die Füße legen.


So funktioniert Politik auch nicht. Die gehen immer mit Maximalforderungen los damit sie dann die Hälfte kriegen und alle denken sie haben gewonnen.Dummerweise sind auch die hälfte der Forderung schon ne Katastrophe

Jana-Maria
14.08.2016, 20:12
Baut doch gleich ein Intranet auf wie in Nordkorea ihr Flachpfeifen von Politikern. Wo nur ausgewählte Bürger auf ausgewählte Webseiten und Dienste Zugang haben.
Das würde euch doch passen.

Nur Idioten da oben, langsam drehen die völlig durch.

DNBLOVER
15.08.2016, 07:08
Finde ich eine aboslute Frechheit. Ein bisschen Privatsphäre wäre ja angebracht...

userxyz
15.08.2016, 15:25
Privatsphäre

Was ist das? Hast du etwa was zu verbergen? Bist du etwa Terrorist???????????????????????????!!!!!!!!!!!111 11!??!!drölf

DNBLOVER
16.08.2016, 07:31
Nein ich doch ganz sicher nicht. :P