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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Regierung rät zu Hamsterkäufen—Panikmache oder sinnvolle Vorbereitung?



RedDevil
22.08.2016, 16:15
https://www.szenebox.org/images/_imported/2016/08/134.jpg ► Deutschlands Bevölkerung soll sich besser selbständig auf Katastrophen und Ausnahmesituationen vorbereiten—zumindest wenn es nach der aktuellen Bundesregierung geht, die am Mittwoch im Kabinett ein entsprechendes Zivilschutzkonzept verabschieden will.

„Die Bevölkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen vorzuhalten“, zitiert die FAS aus dem 69-seitigen Dokument, welches der Zeitung exklusiv vorliegt. Jeder Haushalt solle zum Beispiel zwei Liter an Mineralwasser pro Person und Tag für einen Zeitraum von fünf Tagen vorrätig haben.

Die Ankündigung neuer Zivilschutzmaßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass im Fall einer Naturkatastrophe oder eines Terroranschlags die Versorgung mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Energie und Bargeld gewährleistet ist, kommt zu einer Zeit, in der auch in Deutschland in einigen Teilen der Öffentlichkeit zunehmend Verunsicherung zu spüren ist. Mancherorts macht sich im öffentlichen Klima eine diffuse Angst breit, geprägt von so unterschiedlichen und nicht direkt zusammenhängenden Themen wie der Angst vor Terroranschlägen wie in Frankreich und Belgien, dem Amoklauf in München, den Vorfällen in Würzburg und Ansbach und den Debatten zur Flüchtlingskrise.

Tatsächlich wird mit der neuen zivilen Verteidigungsstrategie nun erstmals seit 1989 wieder auf Bundesebene ein Konzept aus der Zeit des Kalten Krieges aufgegriffen, mit dem sowohl in der DDR als auch der BRD die Bevölkerung im Falle eines militärischen Angriffs zum ausreichenden Selbstschutz vorbereitet sein sollte.

Zwar schätzen die Autoren des Dokuments einen solchen „Angriff auf das Territorium Deutschlands, der eine konventionelle Landesverteidigung erfordert“ als „unwahrscheinlich“ ein, sehen aber eine große Gefahr in zukünftigen „hybriden Konflikten“, bei denen gleichsam militärische wie zivile Ziele angegriffen werden und die vor allem im virtuellen Bereich mit Hilfe von Computerviren oder Hacking-Angriffen ausgetragen werden.

Warum das Papier ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt veröffentlicht wird, hat dann wohl auch nicht unmittelbar mit konkreten neuen gesellschaftlichen Bedrohungen zu tun, sondern ist viel mehr auf behördliche Abläufe zurückzuführen. 2002 hatte der damalige deutsche Innenminister Otto Schilly als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und das Elbehochwasser 2002, bei dem der Katastrophenschutz der Länder mit den Rettungsmaßnahmen überfordert war, die Katastrophenhilfe wieder zur Sache des Bundes gemacht. 2004 wurde deshalb auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gegründet. Das neue Zivilkonzept, was nun am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, war bereits 2012 vom Haushaltsausschuss des Bundestags in Auftrag gegeben worden.

► Das Problem der Viren
Parallel zum Zivilschutzkonzept entstand laut FAS auch das aktuelle Weißbuch der Bundeswehr (https://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/NYqxDoMgFEX_iAdLTbtJ7NChSx2q3QAJfYmAeT518eMLQ-9JznIufKCQzI7BMOZkZhhgdHizh7BxD-LwuK52c1941-fkhcvJczX7xFgcyHAmsWTiuZaNqBSBE4xSdVoq-Z86W_28X_tL03QP_YIlxvYHSwxvbA!!/). Auch hier gibt es einen Schwerpunkt zu den Herausforderungen der Digitalisierung: „Die Auswirkungen von Cyberangriffen können denen bewaffneter Auseinandersetzungen entsprechen und in die nichtvirtuelle Welt eskalieren. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, bis 2021 insgesamt 13.500 neue „Cyber-Streitkräfte zu mobilisieren“, um die Bundeswehr auf hybride Angriffe vorzubereiten. Diese neue Dimension der Kriegsführung sowohl auf zwischenstaatlicher als auch terroristischer Ebene zählte auch zu den Hauptthemen beim jüngsten NATO-Gipfel in Warschau.

Als einer der wundesten Punkte im Hinblick auf die hybride Kriegsführung muss dabei die Energieversorgung gelten. Je vernetzter die Systeme zur Stromproduktion aufgrund der Digitalisierung sind, desto anfälliger werden sie für Schad-Software und Hackerangriffe. Dass diese Gefahr auch besteht, wenn eine einzelne Anlage nicht vernetzt ist, aber digital gesteuert wird, zeigte erst im Mai ein Virus im bayerischen Kernkraftwerk Grundremmingen. Belgische Atomkraftwerke waren im März 2016 als potenzielle Anschlagsziele von Terroristen in die Schlagzeilen geraten. Tatsächlich ist die Bedrohung von Kraftwerken durch Computerviren absolut nicht neu, sondern schon seit vielen Jahren ein Thema—schon im Zuge des verheerenden Blackouts, bei dem in den USA im Jahr 2003 ganze 21 Kraftwerke vom Netz gingen, wurde das Problem ausführlich diskutiert.

Das Konzept sorgt derweil auch für handfesten politischen Streit: Kritiker des neuen Konzepts, wie Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz oder Linksfraktionschef Dietmar Bartsch, warnen allerdings davor, zivile Vorsorgemaßnahmen und militärische Aufgaben in einen Topf zu werfen und gleichzeitig die Bevölkerung durch den ständigen Hinweis auf terroristische Bedrohungen zu verunsichern. Tatsächlich ist das Bemerkenswerte an dem neuen Zivilschutzkonzept, dass es militärische Schutzmaßnahmen mit Hinweisen für die Bevölkerung verbindet—seit dem Ende des Kalten Krieges beschränkte sich Zivilschutz bisher auf Ländersache und darauf, Notunterkünfte für Politiker zu organisieren oder die Bundeswehr entsprechend vorzubereiten. Welche neuen Bedrohungen es nun erforderlich machen, auch die Bevölkerung anzusprechen, ist anhand der bisher öffentlichen Informationen nicht deutlich.

Gegenüber der Welt erklärte von Notz: „Der Kontext, in dem der Minister [de Maizière] die Aktualisierung vornimmt, irritiert. Das Innenministerium sollte sich strengstens davor hüten, in diesem Kontext Terrorsorgen zu schüren und die unsäglichen Bemühungen derjenigen zu unterstützen, die geschichtsvergessen und verfassungswidrig einen Einsatz der Bundeswehr im Inland vorantreiben wollen."

Der Grünen-Politiker spielt damit auf die in Deutschland strikt gehaltene Trennung von Armee und Polizei an, eine innenpolitisch rote Linie, die nach den schmerzhaften Erfahrungen der Nazi-Zeit gezogen wurde. Schon bei der Vorstellung der neuen deutschen Anti-Terror-Einheit BFE+ wenige Wochen nach den November-Anschlägen von Paris war die militärische Ausrüstung von Bundespolizisten kritisiert worden.

„Nicht nur, aber auch wegen der verschärften Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus ist es wichtig, die Abwehr- und Reaktionsfähigkeit unserer Zivilschutzorganisationen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und den neuen Herausforderungen anzupassen“, verteidigte dagegen Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das Konzept.

Tatsächlich wiesen Experten in den vergangenen Jahren regelmäßig auf „Schwachstellen hinsichtlich der Absicherung der Lebensmittelversorgung im Gefahrenfall“ in Deutschland hin, so zum Beispiel das Bun*des*amt für Ka*ta*stro*phen*hil*fe und Be*völ*ke*rungs*schutz (BBK) in einer umfangreichen Studie 2012.

Das Problem für das Bundesamt liegt dabei vor allem darin, dass man mehr als zwei Jahrzehnte nach den letzten großen Zivilschutzmaßnahmen, bei denen Bürger aktiv angesprochen wurden, gar nicht mehr genau weiß, wie gut die Bevölkerung überhaupt auf den Ernstfall vorbereitet ist. „Die private Vorsorge und die daraus resultierende Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung sind wesentliche Faktoren der Krisenbewältigung. Derzeit können aber keine gesicherten Aussagen darüber getroffen werden, in welchem Umfang die privaten Haushalte in Deutschland materiell und mental auf Unterbrechungen der Lebensmittelversorgung vorbereitet sind“, bilanzierten die Autoren der Studie damals.

Doch Zivilschutz ist nicht nur eine technische Angelegenheit, die in klar geplanten Prozessen geregelt wird. Das Thema hat auch ein psychologische Komponente, wie nicht zuletzt die aktuelle Kontroverse belegt. Tatsächlich können sicherheitspolitische Entscheidungen und Maßnahmen einer Regierung die Bevölkerung psychologisch beeinflussen, was die Durchführung selbstständiger Sicherheitsvorkehrungen im Katastrophenfall angeht, wie eine regelmäßig durchgeführte Studie das National Center for Disaster Preparedness der Columbia University zeigt: Im Jahr 2015 waren die Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bereitschaft zu selbstständigen Sicherheitsvorkehrungen mit dem Maß an Vertrauen in die Regierung zusammenhängt. Wer seine Regierung für nicht in der Lage hält, auf einen Katastrophenfall adäquat zu reagieren, wird wahrscheinlicher einen Notfallplan für den eigenen Haushalt aufstellen.

Während das generelle Misstrauen in die Regierung, einen Terroranschlag verhindern zu können, zwischen 2002 und 2015 um 16,4 % zugenommen hat, stieg auch die Anzahl an US-amerikanischen Familien, die angeben, einen Notfallplan zu haben, um 15 Prozent an. Wie sich aber bei genauerer Nachfrage ebenfalls herausstellte, hatten nur 68% der Familien mit einem Notfallplan auch umfassende Vorkehrungen für die Wasser- und Lebensmittelversorgung sowie grundlegende Energieversorgung getroffen. Dieser Prozentsatz hatte sich über den gesamten Befragungszeitraum hinweg nur verschwindend gering zum Positiven verändert.

Zumindest für die neurechte und verschwörungstheoretische VK-Seite Anonymous.Kollektiv ist die Sache klar: Das Zivilschutz-Konzept zeige, dass wir auf einen „Krieg in Europa“ zusteuern und dass die „bürgerkriegsähnlichen Zustände“, die man seit Monaten mit den Flüchtlingen in Deutschland heraufziehen sieht, nun unmittelbar bevorstehen—praktischerweise bietet die Seite neben ihren Verschwörungstheorien auch noch Werbebanner für den Waffenshop „Migrantenschreck“. Unpraktischerweise hat die Seite weder viel mit Anonymous noch mit der Realität zu tun.
Wie die FAS zitiert, sei es das Ziel der Autoren des neuen Zivilschutz-Konzepts „einen offenen gesellschaftlichen Diskurs“ über bestehende Risiken durch Katastrophen wie Terroranschläge und Umweltkatastrophen hervorzurufen. Das ist auf jeden Fall gelungen.

Quelle: Motherboard.vice.com (http://motherboard.vice.com/de/read/regierung-raet-zu-hamsterkaeufen-panikmache-oder-sinnvolle-vorbereitung)

Aksana
22.08.2016, 16:29
lol das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrohpenhilfe empfiehlt schon IMMER das jeder Bürger sich mit einem 14-Tages-Mindestlager eindecken sollte.
Das hat gar nichts mit Terroranschlägen o.Ä zutun.

Ein guter Freund von mir ist ein sog. "Prepper" und der bereitet sich wirklich auf den baldigen Niedergang der Zivilisation vor :D

steppenwolf
22.08.2016, 16:33
Da fragt sich doch wie sie das machen wollen. Ich denke da an die ganzen Hartz IV Empfänger und die Renter die in Altersarmut leben. Kriegen die dann von der Regierung Geld um zu hamstern oder ist es um die eh egal?
Mit einer vernünftigen Aussenpolitik gegenüber anderen Ländern könnte man sich diesen ganzen Schwachsinn sparen. Allerdings gäbe das natürlich Ärger mit den NATO "Verbündeten" sowie Washington.
Auch die Rüstungskonzerne wären mit Sicherheit nicht begeistert.

RedDevil
22.08.2016, 16:47
Da fragt sich doch wie sie das machen wollen. Ich denke da an die ganzen Hartz IV Empfänger und die Renter die in Altersarmut leben.

Auch Leute die sich Tag täglich den Arsch Aufreißen kommen zum Ende des Monats nicht klar. Wer also kann sich das überhaupt noch leisten was zu Bunkern wen man grade bis zum Ende des Monats klar kommt. Ich kenn viele die sogar 2 Jobs haben und trotzdem jeden Cent umdrehen müssen. Aber Leute die genug auf dem Konto haben [Politiker usw] müssen sich ja darum keine Sorgen machen.

Firecooler
22.08.2016, 19:39
Kostengünstige langfristige Einlagerung:

Wasserkisten
Schokolade, hält in besten Lagerung bis zu 20 Jahren.
Essdosen wie z.B Ravoli
China-Nudeln, Ramen-Nudeln, wo man nur mit Wasser aufwärmen muss.

JamJam
22.08.2016, 19:50
Denkt dran 7 Bier sind ein Schnitzel ABER dann hat man dabei noch nix getrunken ;)


https://www.szenebox.org/images/_imported/2016/08/137.jpg

TheSyntaX
22.08.2016, 19:59
Wasserkisten
Schokolade, hält in besten Lagerung bis zu 20 Jahren.
Essdosen wie z.B Ravoli
China-Nudeln, Ramen-Nudeln, wo man nur mit Wasser aufwärmen muss.

Genau das!
Wir vom Katschutz haben quasi auch nur den Quatsch langfristig "gebunkert". Obwohl die Lebensmittel, an die noch Wasser zum Aufkochen benötigt wird, für uns uninteressant sind. Bei Großschadenslagen - bspw bei Elbehochwasser vor ein paar Jahren - gab es Wasser und Dosensuppe für die Eingeschlossenen. Das sind Investitionen von nicht mal 20€ pro Haushalt und das Zeug hält sich mehrere Jahre.

Außerdem gab es - wie Aksana - sagte, die Forderung an die Bevölkerung schon immer. Es ist nichts wirklich neues, außer das es dieses Mal eben im Terror-Zusammenhang erwähnt wird. Und der Zusammenhang macht diese ganze Diskussion vollkommen nichtig!
Im Terror-Fall hat der Bevölkerungsschutz oberste Priorität. Ich würde gerne einmal von einen Terror-Szenario in Deutschland hören, bei dem die Bevölkerung über mehrere Tage ohne Hilfe auf sich selbst gestellt ist...

Shepard
23.08.2016, 06:43
Ein guter Freund von mir ist ein sog. "Prepper" und der bereitet sich wirklich auf den baldigen Niedergang der Zivilisation vor :D

Und ich dachte ich bin der einzige Verrückte hier :-D. Guter Mann!

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China-Nudeln, Ramen-Nudeln, wo man nur mit Wasser aufwärmen muss.

Definitiv nein weil Du nie ausschliesen kannst, daß Wasser nicht auch verseucht wird. Ich tendiere da eher zu MRE's weil Aufbereitungstabletten dabei sind in ner Kombi mit Lifestraws :-)

Firecooler
23.08.2016, 07:00
Leider sind die Regenswasser und Grundwasser bereits mit Chemtrails verseucht, wir trinken sie mit Monsantos Pestizid, Fluorid und Aluminium.

Da kommt man nicht drum herum vorbei.... außer man hat Filter dafür.

Shepard
23.08.2016, 07:03
Wie gesagt Lifestraw kannste Dir mal anschauen.

Jana-Maria
23.08.2016, 07:17
Leider sind die Regenswasser und Grundwasser bereits mit Chemtrails verseucht, wir trinken sie mit Monsantos Pestizid, Fluorid und Aluminium.

Da kommt man nicht drum herum vorbei.... außer man hat Filter dafür.

Jetzt geht der scheiß wieder los...

CyberBernd
23.08.2016, 19:09
Und ich dachte ich bin der einzige Verrückte hier :-D. Guter Mann!


Bist du nicht... MC Paraneua aka Me sorgt auch immer vor und vermutet hinter jedem Gewitter den Einmarsch des Feindes :D !

Wobei ich bei SAM Asyl beanrtagen würde nach seinem Kühlschrank Post. Hoffe nur das mich die Bachman Gang nicht in die Finger bekommt wenn ich auf meiner Flüchtlingsroute zu Sam unterwegs bin ;)

RedDevil
23.08.2016, 19:15
Wen die Welt untergeht, treffen wir uns alle bei SAM Der hat ja genug Vitamine :) Und dann heißt es:

Und heute schon Gefrühstückt ? - Nö, kein Tropfen

Phil
23.08.2016, 19:38
klar wieso nicht, er hat genug Lesestoff sicher gehortet um bei einer Apokalypse auf den TV verzichten zu können.

Drauf geschießen, klar geht die Welt irgendwann unter.. Nur sich deshalb verrückt zu machen ist wohl nicht so Sinnvoll. Wohl eher was die Politik momentan fabriziert.

exetex
23.08.2016, 21:32
Nach kurzer überlegung bin ich zu dem entschluss gekommen, das ich in solch einem Fall gar keine möglichkeit hätte, soviel zu Bunker'n. Meine mini Truhe ist jetzt schon Voll :emoji38:
Wenn ich mir vorstelle, das ich viel dieses gehamstere auch erstmal bezahlen muss bzw. dann auch noch die Lebensmittel in Relation essen/trinken muss damit mir nix weggammelt bzw. immer nachschub da ist wird mir schlecht.
Da komm ich doch wirtschaftlicher davon, wenn ich im Ernstfall die Truhe im Supermark plündere.

Unlimiter
24.08.2016, 05:56
„Die Bevölkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen vorzuhalten“,...

In einem Monat kommt wieder die Meldung: Deutsche werden immer Fetter. Abgesehen davon haben die meisten eh schon so eine Speckschicht, dass sie gut 2 Wochen ohne Nahrung (nicht Flüssigkeit) auskommen können.

In Detroid könnte ich mir vorstellen, dass es problemlos ein Monat funktionieren könnte.

steppenwolf
25.08.2016, 12:31
Ich werde mich auf jeden Fall mit genügend Alufolie eindecken. Muß allerdings erstmal berechnen wieviel ich zum einpacken und wieviel ich zum Hüte falten brauche.





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249 Euro für Komplett-Paket „Leute drehen am Rad“: Deutsche wegen Hamster-Liste der Regierung im Kaufrausch


Der Krisen-Plan der Bundesregierung hat offensichtlich viele Bürger in Deutschland verunsichert: Ob Trockennahrung, Einmaltoiletten, Kurbelradio oder Sturmlaterne - seit einigen Tagen verzeichnen Notfall-Ausrüster einen echten Bestell-Boom.

Zwar empfiehlt das Konzept lediglich (http://www.focus.de/politik/deutschland/zivile-verteidigung-im-katastrophen-fall-das-steht-im-notfall-plan-der-bundesregierung_id_5849963.html), einen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser für einige Tage anzulegen - doch mancher möchte lieber gleich für längere Zeit auf Nummer Sicher gehen. Notfall-Pakete mit Trockennahrung, Tabletten zur Wasserreinigung, Einmaltoiletten, Kurbelradio, Sturmlaterne und Gaskocher finden derzeit verstärkten Absatz - ob vom Versandriesen Amazon oder vom kleinen Spezial-Anbieter.
„Wir arbeiten rund um die Uhr“

„Seit Sonntagabend drehen die Leute am Rad. Wir arbeiten mehr oder weniger rund um die Uhr“, berichtet beispielsweise Benjamin Bleich vom Anbieter SeguRisk aus Hilden in Nordrhein-Westfalen. Schon oft hat sich der Unternehmer, der den Versand seit zehn Jahren betreibt, als eine Art Weltverschwörer belächelt gefühlt, weil sein Sortiment auf Krisenfälle abhebt. „Man muss das aber wie eine Versicherung (http://www.focus.de/thema/versicherungen/) sehen“, sagt Bleich. Die schließe man ja auch nur für den Fall der Fälle ab - und wenn man sie nicht braucht: umso besser.
Bisher zählten Anbieter wie SeguRisk vor allem Menschen zu ihren Kunden, die sich regelmäßig mit Vorbereitungen auf den möglichen Katastrophenfall auseinandersetzen - sogenannte Prepper. Der Krisen-Plan der Regierung ruft auch andere Teile der Bevölkerung auf den Plan. Stephan Brienen, Inhaber des Online-Händlers Prepper-Shop, hat solche Effekte schon häufiger beobachtet: Bei Medienberichten etwa über längere Stromausfälle oder eine Wasserknappheit in bestimmten Regionen machten sich die Leute eben Gedanken: Was ist, wenn so etwas auch hier in Deutschland passiert?
249 Euro für Zehn-Tages-Paket

Das kennt auch Horst Magiera von der Dauerbrot GmbH im schleswig-holsteinischen Traventhal. Das Geschäft mit Dosenbrot explodiere regelrecht seit einigen Tagen, sagt Firmeninhaber Horst Magiera. Mit einem Dauer-Schub rechnet er allerdings nicht. Das ist ein vorübergehender Hype, der sich in 14 „Tagen wieder gelegt hat“, glaubt der Firmeninhaber.
Ganz billig ist die Notfall-Versorgung indes nicht. Ein Zehn-Tages-Paket, mit dem sich die Kunden für etwaige Ausfälle der Wasser-, Strom- oder Gasversorgung rüsten können, ist beim Prepper-Shop für 249 Euro zu haben.
Jetzt "Notration Überlebensnahrung für 7 Tage inklusive Wasser" bei Amazon kaufen (http://amzn.to/2bXO8gh)
Fleischlose Notfall-Pakete für Vegetarier

Wer sich für 90 Tage mit Fertignahrung eindecken will, muss beispielsweise beim Anbieter Conserva.de zwischen etwa 800 und 1500 Euro hinblättern - je nach persönlichen Ansprüchen an die tägliche Zahl der Mahlzeiten und Geschmack. Die Palette reicht von Hühnchen süß-sauer über Rührei mit Kochschinken und Bratkartoffeln bis zu Kirschkuchen aus der Dose. Aber auch Vegetarier müssen im Notquartier nicht hungern, wenn sie vorgesorgt haben: Es gibt sogar fleischlose Notfall-Pakete.
Der deutsche Lebensmittel-Handel verzeichnet dagegen keinen großen Ansturm auf Mineralwasser, Konserven oder Trockennahrung. „Es gibt nullkommagarkeine Veränderungen“, meint ein Sprecher der Rewe-Gruppe. Das gelte für Rewe, aber auch für die konzerneigene Discounterkette Penny und für die toom-Baumärkte des Handelsriesen. Auch bei Aldi (http://www.focus.de/thema/aldi/) Süd gab es „keine vermehrte Nachfrage nach bestimmten Vorräten“. Aldi Nord bemerkte ebenfalls „nichts Auffälliges“ in den Geschäften.

„Man kann sich nur in gewissen Grenzen vorbereiten“

Spürbar würde ein solcher Nachfrageschub auch erst, wenn es tatsächlich zu regelrechten Hamsterkäufen käme, also deutlich mehr Menschen als sonst über einen längeren Zeitraum „in nicht haushaltsüblichen Mengen“ einkaufen, erläutert Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.
Grundsätzlich gebe es Notfallmaßnahmen und -pläne für bestimmte Risiken wie Stromausfälle durch Cyberattacken. So sind große Zentrallager mit Notstromaggregaten ausgerüstet. Für jegliches Szenario aber kann sich auch die Lebensmittel-Branche nicht rüsten. „Auf den Ausnahmefall kann man sich eben nur in gewissen Grenzen vorbereiten“, sagt Böttcher.


Quelle (http://www.focus.de/finanzen/news/249-euro-fuer-komplett-paket-die-leute-drehen-am-rad-deutsche-wegen-notfall-liste-der-regierung-im-kaufrausch_id_5859356.html)