35 Akkuvorfälle: Samsung stoppt den Verkauf des Galaxy Note 7
Das Galaxy Note 7 von Samsung kommt vorerst nicht mehr in den Handel. Der Konzern hat sich am Tag der eigentlichen europäischen Veröffentlichung des Galaxy Note 7 entschieden, als Vorsichtsmaßnahme lieber keine weiteren Geräte mehr auszuliefern.
Bis zum 1. September 2016 hat Samsung 35 durch den Akku beschädigte Galaxy Note 7 gezählt. Aufgrund dieser Anzahl hat sich der Hersteller entschieden, vorerst keine Geräte mehr zu verkaufen. Derzeit ist Samsung noch dabei, die betroffenen Geräte zu identifizieren, denn es sind nicht alle Smartphones dieses Typs betroffen. Samsung verspricht zudem einen Austausch des Galaxy Note 7.
Details gibt das Unternehmen noch nicht bekannt. Momentan ist davon auszugehen, dass die betroffenen Smartphones beim Ladevorgang zu Akkubränden neigen. Der britische Guardian ergänzt zudem unter Berufung auf Samsungs Mobile-Chef Koh Dong-jin, dass es bis zu zwei Wochen dauern wird, bis Ersatzgeräte bereitstehen. Bis dahin werden alle Lieferungen sozusagen unter Quarantäne gestellt.
Immerhin 400.000 wurden schon ausgeliefert und frühere Informationen deuten darauf hin, dass weniger als 400 dieser Smartphones eine Schadzelle besitzen. Davon sind etwa zehn Prozent nach bisherigem Erkenntnisstand tatsächlich in Flammen aufgegangen. Samsung hat damit deutlich mehr Fälle zugegeben, als bisher bekannt war. Wie hoch die Gefahr ist, bleibt aber unklar. Hinweise auf Explosionen gab es bisher nicht, auch wenn es zahlreiche Berichte darüber gibt, wonach sie jedoch eher als Brand oder sehr starke und nicht mindergefährliche Hitzeentwicklung einzustufen sind. Laut dem Guardian gab es bisher keine Verletzten.
Eigentlich sollte Samsungs neues Topsmartphone am heutigen 2. September 2016 in zahlreichen europäischen Ländern auf den Markt kommen. Viele Mobilfunkbetreiber und Händler wurden bereits beliefert. Das erschwert vermutlich die Suche nach den betroffenen Smartphones. Wenn es Samsung gelingt, die Probleme auf bestimmte Produktionschargen einzugrenzen, sollten sich diese zuverlässig aus dem Handel entfernen lassen. Problematisch sind nur die bereits in anderen Ländern an Kunden ausgelieferten Smartphones. Der Rückruf hier wird komplizierter, vor allem wenn der Anwender von den Problemen nichts erfährt.
golem