Kuketzblog konfrontiert VPNs mit ihren Werbeversprechen
Angesichts immer umfassenderer Kontrolle und Überwachung ihrer Netzgewohnheiten, versuchen auch immer mehr User mit VPNs ein Stück Privatsphäre zurückzuerlangen. Hört sich auf den ersten Blick auch gut an womit da geworben wird und so schön einfach. Mike Kuketz und Buddy Benjamin haben sich die Werbeversprechen deshalb einmal näher angesehen und bei den Anbietern als Durchschnittsuser näher nachgefragt.
Die Anbieter wurden aus der "That One Privacy Guy" VPN-Liste ausgewählt. 20 davon wurden nach Zufall ausgewählt; zu ihren jeweiligen Aussagen bzw Slogans wurden kurze Fragen aus Sicht eines Durchschnittsusers gestellt und um eine Antwort dazu gebeten. Das Ergebnis:
Zitat:
"Von 20 angefragten VPN-Anbietern lagen bis zur Berichterstellung 13 Antworten vor.
Interessanterweise wurde bei diesen sieben fehlenden Antworten jeweils der Eingang der
Anfrage meistens bestätigt. Entweder hat der VPN-Anbieter die Anfrage dann ignoriert
oder zeitlich nicht antworten können (obwohl in der Regel mehr als acht Tage seit An-
fragestellung vergangen sind).
Von den 13 VPN-Anbietern, die geantwortet haben, blieben acht bei ihrer Werbeaussage
und versichertem dem Durchschnittsnutzer absolute Sicherheit bzw. Anonymität. Sie
wiesen auf keinerlei Risiken hin und antworteten teilweise an der Frage vorbei mit noch
mehr Eigenwerbung.
Lediglich fünf Anbieter gestanden mögliche Leaks oder Probleme ein, die zur Deanony-
misierung oder gar keiner Anonymisierung der Nutzer führen können.
Daraus ergibt sich: 35 % antworteten nicht, 40 % lieferten Falschaussagen und lediglich
jeder vierte VPN-Anbieter gestand indirekt ein, dass die Werbeaussagen auf der jeweiligen
Internetseite vielleicht doch nicht ganz korrekt ist."
Artikel dazu: https://www.kuketz-blog.de/anonymita...r-vpn-anbieter
Ergebnisse als PDF: https://media.kuketz.de/blog/artikel...30.11.2016.pdf
Simple VPN Comparison Chart ('Detailed' Ansicht lädt richtig heftig): https://thatoneprivacysite.net/simpl...parison-chart/