Ecstasy wird als “Durchbruch” in der Therapie von PTBS gefeiert
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Die Freigabe der FDA ermöglicht erstmals eine Phase-3-Studie mit MDMA.
Die US-amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA hat 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin, besser bekannt als MDMA oder Ecstasy, als “Durchbruch” in der Therapie von posttraumatischer Belastungsstörung eingestuft. Zwar ist die Einstufung nicht gleichbedeutend mit einer Freigabe, der Weg dorthin ist mit der Entscheidung nun aber frei.
Posttraumatische Belastungsstörungen sind ein häufiges Phänomen in Berufsgruppen, die häufig mit Extremsituationen konfrontiert werden - Soldaten beispielsweise oder Rettungssanitäter. Doch auch Zivilisten können Opfer von PTBS werden, etwa nach schlimmen Unfällen oder anderen einschneidenden und belastenden Erlebnissen. Die Behandlung von Betroffenen dauert Jahre. Eine Zeit, in denen die Patienten praktisch in einer Parallelwelt leben, in der sie ständig ihre traumatischen Erfahrungen erneut durchleben müssen und kein normales Leben führen können.
Große Studie benötigt viel Geld
Wie die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies vergangene Woche bekannt gab, hat die FDA nun ihren Segen gegeben, um MDMA in einer klinischen Studie einzusetzen. Dabei handelt es sich um sogenannte “Phase 3”-Studien. 200 bis 300 PTBS-Patienten werden daran teilnehmen. Ziel des Versuchs ist es herauszufinden, wie effektiv durch MDMA unterstützte Psychotherapie bei der Behandlung von PTBS-Patienten wirklich ist. Die klinische Studie wird in den USA, Kanada und Israel durchgeführt. Noch ist das Projekt jedoch nicht hundertprozentig finanziert, wie das Wissenschaftsmagazin Science berichtet. Mit 13 Millionen US-Dollar ist erst rund die Hälfte des Budgets erreicht.
Die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies experimentiert seit 1986 mit MDMA als mögliche Medizin im therapeutischen Bereich. Es ist jedoch das erste Mal, dass der Wirkstoff in einer Phase-3-Studie zum Einsatz kommt. “Es ist kein großer wissenschaftlicher Schritt”, kommentiert David Nutt, ein Neuropsycho-Pharmazeut am Imperial College London, gegenüber Science. “Es ist seit 40 Jahren offensichtlich, dass diese Droge eine Medizin sind. Es ist aber ein großer Schritt in Richtung Akzeptanz.”
Quelle: Gulli.com