Sowohl Angela Merkel als auch Martin Schulz heben in ihren Wahlkampfreden die Herausforderungen der „Digitalisierung“ besonders hervor. Die spielt zwar seit Jahren schon eine große Rolle; noch in keinem Wahlkampf ist aber versucht worden, daraus „das“ Thema zu machen. Jetzt strotzen die Programme (bis auf das der AfD) nur so vor digitalen Stichworten. Warum das erst jetzt so intensiv behandelt wird, hängt damit zusammen, dass sich die Parteien der Verunsicherung der Wähler und einem erheblichen Nachholbedarf an Investitionen stellen müssen. „Nur etwa 15 Prozent der genutzten Internetzugänge erreichen in Deutschland Übertragungsraten von mehr als 15 Mbit/s“, stellte das Bundeswirtschaftsministerium vor einem Jahr fest. Von „schnellem Internet“ kann in Deutschland also nicht die Rede sein.