Nur um das mit den Bedürfnissen kurz aufzugreifen und kurz etwas zu korrigieren/erweitern:
Wir haben unsere Bedürfnisse (Bedürfnispyramide): Da wären physische Grundbedürfnisse und irgendwo in den höheren Ebenen hätten wir dann das "soziale Bedürfnis". Das Tolle beim Menschen ist, ist eine niedrigere Schicht unbefriedigt, verlangen wir am meisten nach ihnen. Je "besser" unsere Bedürfnisse gestillt sind, desto mehr Wunsch haben wir nach den höheren Ebenen.
Bedürfnisse stillt man im Normalfall durch Aktionen bzw. durch (in)direkte Reaktionen auf Aktionen. Der Kino-Besuch kann (und das ist relativ) ,je nach Person und den jeweiligen Partnern mit denen man das Kino besucht, den sozialen Aspekt (ich will mit meinen Bekannten ins Kino um Zeit mit ihnen zu verbringen) oder den "unterhaltenden" Aspekt (ich will in den Film, des Filmes wegen) hervorrufen. Je nachdem werden unterschiedliche Bedürfnisse befriedigt, dabei ist die Menge der Befriedigung auch wieder relativ, aber vorhanden.
Meist regt man sich nicht auf, weil ein Bedürfnis nicht befriedigt werden kann, sondern weil die jeweilige Art und Weise wie man es befriedigen könnte einem verwehrt bleibt. Beispiel: Ich könnte mich über das Handy mit jemanden unterhalten, bin aber sauer weil ich die Person eigentlich irgendwo treffen wollte. Und aus dieser Wut dem Zorn oder jeweils anderen Gefühl das wir dabei empfinden raus vergessen wir darauf unser Bedürfnis zu befriedigen und sind dann noch verärgerter.
Ich hoffe jetzt ist es etwas klarer, was damit gemeint war.
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Zum eigentlichen Thema bezüglich der Aktualität von Streams: Ich habe das Gefühl und ich denke viele von euch auch, dass das jetzige Konzept nicht mehr lange in dieser Form betrieben werden kann. Am ehesten tendiere ich dazu, dass sich die Content-Anbieter ihre eigenen Plattformen schaffen, um so auch eigene Werbeeinahmen damit zu verdienen. Dritt-Anbieter machen hier ja gerade im Streaming-Bereich gute Umsätze während lediglich Abgaben von Einnahmen durch Abos an die Content-Industrie gelangt (Beispiel Spotify). Andererseits ist das Zögern auch verständlich, immerhin heißt ein zeitnahes digitales Angebot eines Filmes auch dass dieser sofort als Schwarzkopie erscheinen könnte und ohne passendes Geschäftsmodell sicherlich gewisse Einbußen entstehen können, auch wenn diese nicht extrem wären. Nicht unbedingt auf Grund der Schwarzkopie sondern eben wegen der Tendenz den Kinobesuch fallen zu lassen, um sich ein paar Euro zu sparen. Unter dieser Betrachtungsweise könnte man von Gier sprechen, oder aber davon, jedoch ist die Kehrseite auch wichtig. Nämlich in wieweit der Kinobesuch bei einem zeitgleichen digitalen Angebot zurückgehen würde.
Ich selbst nutze zwar auch Netflix, habe dort aber nicht die aktuellen Kinofilme vertreten. Wie sieht es hier bei MaxDome aus? Eventuell gibt es ja schon empirische Werte zu diesem Thema.




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