Geflüchtete sollen ihre Social Media Accounts vorzeigen... Alles klar.. Wenn jemand davon weiß dann kann er sich auch vorher einfach einen "sauberen" Fakeaccount anlegen..
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WhatsApp, Telegram und Co.
De Maizière fordert Grenzen für Verschlüsselung
Deutschland und Frankreich wollen Tech-Konzernen mehr Unterstützung im Kampf gegen Terrorismus abverlangen. Notfalls sollen sie zur Mithilfe gezwungen werden - und womöglich zum Einbau von Hintertüren.
Die Innenminister von Deutschland und Frankreich wollen offenbar die Apps und Webdienste der großen Tech-Konzerne für den einzelnen Nutzer ein Stück weit unsicherer machen. Das wiederum soll der allgemeinen Sicherheit dienen, dem Kampf gegen den Terror.
Nach einem Treffen in Paris haben Thomas de Maizière und Bernard Cazeneuve einen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der auch auf dem Gipfeltreffen der EU-27-Staaten Mitte September in Bratislava besprochen werden soll. Darin gefordert werden unter anderem europaweite Regeln, die die Anbieter von Messenger-Apps dazu verpflichten sollen, die Regierungen beim Überwachen der Kommunikation Verdächtiger zu unterstützen.
Offenbar mit Blick auf das EU-27-Treffen heißt es im Maßnahmenkatalog: "Wir wollen gute Praxis und innovative Ideen im Umgang mit verschlüsselter Kommunikation im Zusammenhang mit terroristischen Aktionen austauschen und so Hindernisse bei der staatlichen Abwehr terroristischer Gefahren minimieren." Geprüft werden sollten zudem "effektive Maßnahmen im Falle von Rechtsverstößen auf Seiten der Kommunikationsdiensteanbieter".
Bessere Abhörwerkzeuge gewünscht
Bernard Cazeneuve sagte in Paris, die Polizei brauche bessere Werkzeuge, um verschlüsselte Text-Kommunikation so mitzuschneiden, wie es beim Abhören von Telefonaten möglich ist. Die Innenminister betonten vor Ort, mit ihrem Vorstoß wollten sie verschlüsselte Services nicht verbieten.
Cazeneuve sagte, man wolle mit den Firmen zusammenarbeiten, um sicherzugehen, dass die Produkte nicht von Kriminellen ausgenutzt werden. Von den Firmen würden sie erwarten, dass sie einen Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten ermöglichen, wo es nötig sei. Es gehe lediglich um eine Entschlüsselung der Kommunikation im Zuge juristischer Ermittlungen. Thomas de Maizière sagte, es müsse "rechtsstaatlich eng begrenzte Möglichkeiten geben, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln".
Diese Forderung ist nicht neu, mit Blick auf die Sicherheit von Apps und Webdiensten aber weiter ein Problem: Wo Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz kommt - etwa bei WhatsApp oder bei den sogenannten geheimen Chats bei Telegram -, haben schließlich nicht mal die Firmen selbst Zugriff auf die Inhalte, sofern ihre Verschlüsselung richtig funktioniert. Ähnlich sieht es bei verschlüsselten Android- oder iOS-Smartphones aus, man denke nur an Apples Streit mit dem FBI.
Das eigene Produkt hacken?
Will die WhatsApp-Mutterfirma Facebook, Google oder Apple in so einem Fall helfen und Nachrichten übermitteln, müsste das Unternehmen versuchen, sein eigenes Produkt zu hacken oder es durch eine Hintertür bewusst unsicherer machen. Denn auf eine eingebaute Hintertür haben vielleicht auf den ersten Blick nur die Firma selbst oder bestimmte Ermittler Zugriff - praktisch kann eine Hintertür aber natürlich auch von Kriminellen entdeckt und ausgenutzt werden.
Wie ihre angestrebte Lösung in Sachen Verschlüsselung im Detail aussehen soll, verrieten de Maizière und Cazeneuve nicht. Konkret erwähnt wurden Berichten zufolge in Paris nur Telegram, eine Chat-App, die schon seit Längerem immer wieder in den Schlagzeilen ist, weil sie von Anhängern des "Islamischen Staats" verwendet wird.
Auch ein 19-Jähriger, der Ende Juli eine Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray attackiert hatte, soll die App genutzt haben. Auf der Telegram-Website heißt es, der Dienst blocke Bots und Kanäle mit Terrorismus-Bezug, auf seine geheimen, sprich: Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chats habe das Unternehmen aber keinen Zugriff.
Regeln für EU- und Nicht-EU-Firmen
Cazeneuve sagte, Telegram würde bislang nicht mit Regierungen zusammenarbeiten. Eine mögliche Gesetzgebung für Europa sollte seiner Ansicht nach sowohl EU- als auch Nicht-EU-Firmen betreffen.
Die Pläne der Innenminister hatten sich schon in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Kritik daran kam unter anderem von Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL. In einem Kommentar in der "Le Monde" warf sie zum Beispiel die Frage auf, wie man Terroristen davon abhalten wollte, einfach eigene Verschlüsselungs-Apps zu programmieren: Mit ihnen hätten die Terroristen dann einen höheren Sicherheitslevel als Nutzer, die nichts zu verbergen haben.
Quelle
Bei dem Cousin wundert mich bei dem Mann garnichts mehr. https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_de_Maizi%C3%A8re
Geändert von steppenwolf (23.08.2016 um 17:02 Uhr)
„In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller
Wir kommen dem totalitären Überwachungsstaat immer näher. Später mal ein paar StaSi Dokus gucken und über die böse DDR die ihre Bürger bespitzelt hat. Die Schweine!
Mit der Überwachung ist es doch heute schon so. Nur ist das nun ein anderes Zeitalter, wo es noch einfacher ist Leute zu bespitzeln. Und wer weiß wie es wirklich aussieht. Vielleicht wurden die Gesetze schon intern vor 2 Jahren Genehmigt und nun machen sie das öffentlich damit denen keiner ans Bein pissen kann.
Ministertreffen
Kryptische Vorschläge zur Entschlüsselung von Kommunikation
Die Regierungen von Deutschland und Frankreich wollen Kommunikationsdienste verpflichten, verschlüsselte Nachrichten der Nutzer zu entschlüsseln. Es bleibt unklar, wie das ohne Hintertüren gehen soll.
Wie lässt sich auf Kommunikation mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zugreifen, ohne die gesamte Kryptographie mit Backdoors und Masterkey schwächen zu müssen? Die Regierungen von Deutschland und Frankreich planen eine europäische Initiative, um dieses seit Jahrzehnten diskutierte Problem zu lösen. Dabei sollen die Anbieter verpflichtet werden, auf Anforderung der Behörden verschlüsselte Kommunikation von Terrorverdächtigen zu entschlüsseln. Wie das gehen soll, ließen die Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Bernard Cazeneuve bei einem Treffen am Dienstag in Paris offen.
Vor allem de Maizière dürfte in Erklärungsnöte geraten, wenn er Hintertüren in Verschlüsselungsprogrammen offen verlangen würde. Schließlich hatte er früher gefordert, dass "Deutschland Verschlüsselungs-Standort Nr. 1" werden müsse. Entsprechend kryptisch liest sich die Pressemitteilung seines Ministeriums. Darin heißt es: "Es müssen Lösungen gefunden werden, die effektive Ermittlungen mit Blick auf verschlüsselte Daten im Zusammenhang mit terroristischen Aktionen ermöglichen und zugleich der Notwendigkeit des Schutzes digitaler Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger durch Gewährleistung der Erhältlichkeit starker Kryptographie-Systeme sowie dem Grundsatz der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit, den Grundrechten und dem Rechtsstaat Rechnung tragen." Selbst die NSA hätte wohl ihre Schwierigkeiten, diesen Satz zu entschlüsseln.
Pflicht zur Entschlüsselung gefordert
Klarer äußerte sich dagegen sein Amtskollege Cazeneuve. In der Mitteilung seines Ministeriums wird die Europäische Kommission aufgefordert, die Rechte und Pflichten von Kommunikationsdienstleistern zu regeln. Unabhängig davon, ob sie ihren Sitz in der EU haben oder nicht. Unkooperative Anbieter sollten verpflichtet werden können, "illegale Inhalte zu entfernen oder im Rahmen von Ermittlungen Nachrichten zu entschlüsseln".
Allerdings räumte Cazeneuve ein, dass das Prinzip der Verschlüsselung nicht in Frage gestellt werden dürfe. Denn es ermögliche sichere Kommunikation und finanzielle Transaktionen. Allerdings müsse verschlüsselte Kommunikation als Beweismittel bei Ermittlungen und Gerichtsverfahren verwendet werden können.
Finanztransaktionen sollen sicher bleiben
Das heißt: Wenn Anbieter wie Telegram oder Whatsapp tatsächlich verpflichtet werden sollen, verschlüsselte Kommunikation ihrer Nutzer herauszugeben, ist das nur über eine Schwächung der Verschlüsselung möglich. Eine Neuauflage der Crypto Wars der 1990er Jahre wäre unvermeidlich. Bislang heißt es beispielsweise bei Whatsapp: "Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp stellt sicher, dass nur du und die Person, mit der du kommunizierst, lesen kann, was gesendet wurde, und niemand dazwischen, nicht einmal WhatsApp."
Cazeneuve erwähnte in seiner Rede, dass es auf nationaler Ebene "gute Gespräche" mit den Anbietern gebe und Sicherheitsbehörden schneller und effektiver an Daten gelangten. Allerdings kooperierten nicht alle Anbieter nicht auf gleiche Weise mit den Behörden. Vor allem dann nicht, wenn es dafür keinen Ansprechpartner gebe.
Behörde soll Kommunikation entschlüsseln
De Maizière hatte vor zehn Tagen selbst einen umfangreichen Maßnahmenkatalog "zur Erhöhung der Sicherheit in Deutschland" präsentiert. Dazu gehört auch die Schaffung einer Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis). Diese Behörde soll der Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem Verfassungsschutz dabei helfen, verschlüsselte Nachrichten zu dechiffrieren, die beispielsweise über Apples iPhone oder Messengerdienste wie Whatsapp, Signal oder Threema verschickt werden.
De Maizière hatte sich im vergangenen Jahr mehrfach gegen Überlegungen gewandt, Hersteller von Handys oder Anbieter von Messengerdiensten zur Einrichtung von Backdoors zu zwingen. Stattdessen setzt er eher auf technische Maßnahmen und will die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung durch Trojaner. Der nun gewählte Weg hat für ihn allerdings den Vorteil, dass nun die EU-Kommission am Zug ist und sein Ministerium nicht selbst einen Vorschlag erarbeiten muss. Ob der Kommission die berühmte Quadratur des Kreises auf diesem Gebiet gelingen wird, ist eher zweifelhaft. Bürgerrechtsorganisationen wie die EFF gehen davon aus, dass es immer genug freie Verschlüsselungssoftware geben werde, die sich nicht abhören lasse.
golem
„In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller
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