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Thema: Angriff auf Hamburger Facebook-Niederlassung "Keine politische Tat"?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    ROT-26-Spezialist Avatar von Cannonau
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    Angriff auf Hamburger Facebook-Niederlassung "Keine politische Tat"?

    [...]das Gebäude mit Steinen, Rauchbomben und mit Farbe gefüllten Gläsern attackiert[...]
    An einer Wand des Bürogebäudes wurde zudem das Graffiti „Facebook Dislike“ hinterlassen [...]
    Die Polizei schließt eine politisch motivierte Tat nach Angaben des Abendblatts aus, zu den näheren Hintergründen ist jedoch noch nichts bekannt.
    Quelle

    Das klingt nun wirklich alles nicht nach einen besoffenen Troß autonomer Sprayer, der mal Dampf abgelassen hat.

    Wie kann eine Tat gegen ein Unternehmen, das unglücklicherweise so tief in unserer Gesellschaft verankert ist, denn unpolitisch sein? Die Ausführung zeigt doch eindeutig, daß die Leute diese Tat geplant haben und sich vorbereitet haben! Auch die gesprühte Parole hatte doch eindeutig Bezug zum "Opfer".

    Wir haben eigentlich genügend anderweitig politisch motivierte Straftaten in Deutschland, als daß die Behörden solche erkennen sollten. Datenschutz und Smombifizierung sind jedenfalls Themen, die m.E. auch diesseits der 2-Promille-Grenze einer politischen Würdigung dringend bedürfen.

    Aber Moment mal, die Hamburger Morgenpost schreibt es gottseidank ganz anders, auch, wenn sie es auch nicht auf den Punkt bringt und die m.E. erforderliche Wertung unterläßt:

    Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.
    Staatsschutz klingt doch schon wesentlich politischer, zumindest, wenn man als durchschnittlich gebildeter Bürger weiß, was der Staatsschutz ist.

    Kein Wunder, daß politische Meinungsbildung kaum noch funktionieren will - kaum jemand hat Zeit und Lust, sich durch 5 Artikel zum selben Thema zu wühlen, um zu einem Quentchen Wahrheit zu gelangen. Von einer pflichtbewußt agierenden Presse erwarte ich bessere Arbeit!

    Cannonau

  2. #2
    Junior
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    Ich bitte das jetzt nicht als Werbung zu werten aber gerade dein letzter Satz, spricht mir aus der Seele. Hab gestern mal nen Blog aufgesetz, gibt zwar derzeit nur ne Startseite, aber diese beinhaltet diesen Text:

    Jeden Tag erscheinen unzählige Nachrichten in Deutschland und der Welt, sei es im Internet, in lokalen Printmedien oder die tägliche Nachrichtensendung auf unserem preferierten Fernsehsender. Normale Bürger haben dabei die Mammutaufgabe zu bewältigen sich mit dieser Reizüberflutung auseinander zu setzen, was für den einzelnen allein in unserer schnelllebigen Zeit einfach nicht mehr zu bewältigen ist. Wir sehen uns dabei einer Flut von Sinnlosen und Uninteressanten Nachrichten ausgesetzt, die von teilweise etablierten Medien als „Top Thema“ bzw. „äußert Lesenswert“ markiert sind. Dabei rücken Nachrichten die für uns als Deutsche wichtig sind zunehmend in den Hintergrund oder gehen gar in der täglichen fülle unter. Ich werde hier versuchen Relevante Themen zu veröffentlichen und für den einzelnen diese Objektiv zusammen zu fassen.
    Werde aber wohl erst in den nächsten 1-2 Wochen damit loslegen bis jetzt gefällt mir das Design noch nicht so

  3. #3
    Anfänger Avatar von DanteMacBeth
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    wenn der blog laeuft kannst ja mal den link teilen
    bin gespannt

  4. #4
    VIP Team Avatar von Unlimiter
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    Hier einmal die Definition von politisch motivierter Kriminalität.



    Unter diesem Gesichtspunkt kann man sich streiten, ob es eine politisch motivierte Tat war oder nicht. Im Grunde ist diese objektiv gesehen nicht vorhanden, denn Facebook selbst agiert lediglich als Medium ohne eigene Ausrichtung. Stattdessen kann man, aber eine indirekte Implikation treffen. Unter der Annahme, dass die Tat wegen der fehlenden Handlungen Facebooks im Bezug auf die Flüchtlingskrise ausgeführt wurde, lässt sich daraus schließen, dass eine politische Fraktion beteiligt gewesen sein muss. Jetzt könnte man sich an dieser Stelle streiten, ob es politisch motiviert war, oder nicht. Denn natürlich könnte man hier sagen, dass die Tat rein aufgrund des Ärgernisses über die allgemeine "Meinungsoffenheit" und fehlenden Regulation Facebooks stattfand.

    Nebenbei greife ich noch schnell den kleinen Blog-Ausschnitt auf:
    Normale Bürger haben dabei die Mammutaufgabe zu bewältigen sich mit dieser Reizüberflutung auseinander zu setzen, was für den einzelnen allein in unserer schnelllebigen Zeit einfach nicht mehr zu bewältigen ist.
    ...

    Dabei rücken Nachrichten die für uns als Deutsche wichtig sind zunehmend in den Hintergrund oder gehen gar in der täglichen fülle unter
    ...
    Der durchschnittliche Bürger (nicht nur der "Deutsche") interessiert sich nicht für politische Themen. Unsere Grundbedürfnisse sind im Normalfall befriedigt und für unsere Sicherheit wird gesorgt (fester Wohnsitz, Einkommen,...). Uns geht es so gut, dass wir und im Durchschnitt nur mit unserer "Lebenserfüllung" beschäftigen. Wenn man dann noch das Ganze mit unserem allgemeinen Verhalten verbindet (Mensch ist ein Gewöhnungstier und lebt gerne bequem - am liebsten ja nicht zuviel machen), dann fördert dies auch zusätzlich das bewusste "weghören". Ein anderer wird sich schon darum kümmern. Hellhörig werden wir meist erst dann, wenn uns etwas genommen wird, dass in Zusammenhang mit unserer Bequemlichkeit oder Sicherheit steht.

    Kurz gesagt: Ja, wir werden überflutet mit Nachrichten, aber wir ignorieren ganz bewusst die, die in Zusammenhang mit unseren Rechten/ Sicherheit stehen und hören erst dann auf wenn uns jemand sagt: "..aber das darfst du jetzt doch nicht mehr!".

  5. #5
    Junior
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    Unter diesem Gesichtspunkt kann man sich streiten, ob es eine politisch motivierte Tat war oder nicht. Im Grunde ist diese objektiv gesehen nicht vorhanden, denn Facebook selbst agiert lediglich als Medium ohne eigene Ausrichtung. Stattdessen kann man, aber eine indirekte Implikation treffen. Unter der Annahme, dass die Tat wegen der fehlenden Handlungen Facebooks im Bezug auf die Flüchtlingskrise ausgeführt wurde, lässt sich daraus schließen, dass eine politische Fraktion beteiligt gewesen sein muss. Jetzt könnte man sich an dieser Stelle streiten, ob es politisch motiviert war, oder nicht.
    Das versteh ich nicht wirklich, ich finde allein schon die Annahme das es politisch motiviert war, so wie du es auf die Flüchtlingskrise beziehst sehr ja hm fragwürdig. Wir dürfen hier ja nicht vergessen das FB ein Börsennotiertes Unternehmen ist und dadurch nur auf die gute Dividende hinarbeit, und die "Flüchtlingskrise" ein rein Politisches Problem ist. Bringt man nun, den Anschlag auf Unternehmen mit einer Politischen Situation in Verbindung, machen wir doch eigentlich das, was wir seit je her in unserer Gesellschaft verurteilen, nämlich das die Wirtschaft sich in die Politik einmischt.

    Das sehe ich z.B. auch in dem Anschlag in Paris sehr fragwürdig, da bezog Facebook position, aber Gaza, Mali, BokinaFaso usw. wird grundsätzlich von ihnen ignoriert, und da kommt letztendlich wieder die gesteuerte Meinungsmache ins Spiel, und wir können davon ausgehen das auch hinter Facebook Investoren sitzen, die alle samt Politisch motiviert sind. Facebook gehört abgeschafft....! Desweiteren ist ein Witz, wenn man sieht wie z.B. Deutschland unter Druck gesetzt wird um die VDS einzuführen, aber ein Land wie Irland ( glaube es war Irland) in dem Firmen wie Facebook und Co ihren Europa Sitz haben, dadurch nicht affektiert wird, und dadurch allein kann man schon davon ausgehen das hinter Facebook mehr als ein reines SocialMedia Unternehmen steckt.

    Letztendlich braucht es keinen BND oder keine NSA mehr, wir geben ja freiwillig alles Preis, und jeder weiß das die Unternehmen die Daten verkaufen. In jedem Vertrag den du unterschreibst, wenn du dir ein Handy kaufst, unterschreibst du das Firmen wie Vodafone, 02, Eplus, Telekom usw. deine Daten für Werbezwecke an 3te weitergeben dürfen. Und genau das gleiche hat Facebook auch in seinen AGB´s. Denn so wie der Stadt SteuerCD´s kauft, kauft er garantiert auch diese Daten. Man muss das alles im großen Zusammenhang sehen.

  6. #6
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    Sorry, das ich so ausgetickt bin.

    FaceBook hat mal wieder nen Brüste-Bild gesperrt, von einer sehr attraktiven Frau, aber Hassprädiger können jeden Tag ihren Hass säen und die Beiträge bleiben aktiv.

    Ich wollte damit meine gestaute Wut jenen mitteilen, die dafür verantwortlich sind. Die Stinkbombe hatte ich noch von der letzten Pegida-Demo wo ich mit dem Schild "Lutz hat gefurzt" mit lief, die Steine hatte ich noch vom der alljährigen Schanzen-Demo, die Gläser mit Farbe existieren nicht, Lüge! Das sind Gläser mit Tomatensoße, eins ist mir runtergefallen, das andere hab ich aus noch mehr Wut an die Wand geschmissen.

    Das "Facebook Dislike" hab ich nicht geschrieben, das war bestimmt diese Lügenpresse! Bestimmt die Bild! Huren!

    F?%!/ euch! Ihr kriegt mich nicht!

  7. #7
    VIP Team Avatar von Unlimiter
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    Zitat Zitat von silverleaf Beitrag anzeigen
    Das versteh ich nicht wirklich, ich finde allein schon die Annahme das es politisch motiviert war, so wie du es auf die Flüchtlingskrise beziehst sehr ja hm fragwürdig.
    Ist es nicht. Deswegen fiel auch das Wort indirekte Implikation. Deine Beschreibung, dass sich hier Wirtschaft in Politik einmischt wäre ungültig. Facebook dient als Medium. Das Medium sollte von sich aus bestimmte Restriktionen haben, die Ausschreitungen jeder kriminellen Art vermeiden (überspitzt ausgedrückt). Facebook äußerte sich damit, dass sie solche Restriktionen nicht wollen (Redefreiheit). Und hier setzt der Punkt des Indirekten ein: Weil sie es nicht machen, können z.b. Angriffe/Hetzen auf Flüchtlinge stattfinden. Aus diesem Grund wäre ein Angriff auf Facebook mit der Begründung, sie ließen alles zu und die Flüchtlinge würden gefährdet sein, politisch motiviert. Der Indikator spielt genauso eine Rolle.

    Ob es nun eine politische Tat war, oder nicht sei dahingestellt. Laut Definition (die am Anfang stand) würde ich es selbst nicht als politisch motivierte Tat ansehen. Viel mehr als Aktion gegen die fehlende Reaktion/ Ignoranz Facebooks. Anscheinend geht man, wie Cannonau schon sagt, vom Gegenteil aus. Nein, mann muss genauer sein: "Man hat die Annahme", jedoch noch nicht die nötigen Beweise. Sprich, man geht vom schlimmeren Übel aus.

    Der Absatz mit Facebook und Abschaffung bringt mich zum Lachen. Wir sprechen hier von Amerika und in Amerika herrscht der Lobbyismus (davon abgesehen, dass FB ja am Aktienmarkt ist). Ansonsten lege ich dir einmal Nahe dich mit dem Staatssystem auseinander zusetzen, der lange nicht mehr zentral sondern dezentral geführt wird. Das hat für uns sowohl Vor- als auch Nachteile. So wie du es beschreibst ist es leider noch nicht sachlich genug.

    Vor allem scheint es mir so, als würde hier immer nur auf die Privatperson-Sicht geblickt werden, nicht auf die Sicht des Unternehmens. Ein gesunder Konsens muss ausgearbeitet werden. Es kann aber nicht sein, dass einer Alles und der andere Nichts geben muss. Das ist jetzt aber ein anderes Thema, worüber wir gerne in einem separaten Thread sprechen können . Sonst fehlt wieder das Fundament und die Sachlichkeit, die in der Eile vergessen wird.

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