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Thema: Regierung rät zu Hamsterkäufen—Panikmache oder sinnvolle Vorbereitung?

  1. #16
    VIP Team Avatar von Unlimiter
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    „Die Bevölkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen vorzuhalten“,...
    In einem Monat kommt wieder die Meldung: Deutsche werden immer Fetter. Abgesehen davon haben die meisten eh schon so eine Speckschicht, dass sie gut 2 Wochen ohne Nahrung (nicht Flüssigkeit) auskommen können.

    In Detroid könnte ich mir vorstellen, dass es problemlos ein Monat funktionieren könnte.

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  3. #17
    grauer Wolf Avatar von steppenwolf
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    Ich werde mich auf jeden Fall mit genügend Alufolie eindecken. Muß allerdings erstmal berechnen wieviel ich zum einpacken und wieviel ich zum Hüte falten brauche.





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    249 Euro für Komplett-Paket „Leute drehen am Rad“: Deutsche wegen Hamster-Liste der Regierung im Kaufrausch


    Der Krisen-Plan der Bundesregierung hat offensichtlich viele Bürger in Deutschland verunsichert: Ob Trockennahrung, Einmaltoiletten, Kurbelradio oder Sturmlaterne - seit einigen Tagen verzeichnen Notfall-Ausrüster einen echten Bestell-Boom.

    Zwar empfiehlt das Konzept lediglich, einen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser für einige Tage anzulegen - doch mancher möchte lieber gleich für längere Zeit auf Nummer Sicher gehen. Notfall-Pakete mit Trockennahrung, Tabletten zur Wasserreinigung, Einmaltoiletten, Kurbelradio, Sturmlaterne und Gaskocher finden derzeit verstärkten Absatz - ob vom Versandriesen Amazon oder vom kleinen Spezial-Anbieter.
    „Wir arbeiten rund um die Uhr“

    „Seit Sonntagabend drehen die Leute am Rad. Wir arbeiten mehr oder weniger rund um die Uhr“, berichtet beispielsweise Benjamin Bleich vom Anbieter SeguRisk aus Hilden in Nordrhein-Westfalen. Schon oft hat sich der Unternehmer, der den Versand seit zehn Jahren betreibt, als eine Art Weltverschwörer belächelt gefühlt, weil sein Sortiment auf Krisenfälle abhebt. „Man muss das aber wie eine Versicherung sehen“, sagt Bleich. Die schließe man ja auch nur für den Fall der Fälle ab - und wenn man sie nicht braucht: umso besser.
    Bisher zählten Anbieter wie SeguRisk vor allem Menschen zu ihren Kunden, die sich regelmäßig mit Vorbereitungen auf den möglichen Katastrophenfall auseinandersetzen - sogenannte Prepper. Der Krisen-Plan der Regierung ruft auch andere Teile der Bevölkerung auf den Plan. Stephan Brienen, Inhaber des Online-Händlers Prepper-Shop, hat solche Effekte schon häufiger beobachtet: Bei Medienberichten etwa über längere Stromausfälle oder eine Wasserknappheit in bestimmten Regionen machten sich die Leute eben Gedanken: Was ist, wenn so etwas auch hier in Deutschland passiert?
    249 Euro für Zehn-Tages-Paket

    Das kennt auch Horst Magiera von der Dauerbrot GmbH im schleswig-holsteinischen Traventhal. Das Geschäft mit Dosenbrot explodiere regelrecht seit einigen Tagen, sagt Firmeninhaber Horst Magiera. Mit einem Dauer-Schub rechnet er allerdings nicht. Das ist ein vorübergehender Hype, der sich in 14 „Tagen wieder gelegt hat“, glaubt der Firmeninhaber.
    Ganz billig ist die Notfall-Versorgung indes nicht. Ein Zehn-Tages-Paket, mit dem sich die Kunden für etwaige Ausfälle der Wasser-, Strom- oder Gasversorgung rüsten können, ist beim Prepper-Shop für 249 Euro zu haben.
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    Fleischlose Notfall-Pakete für Vegetarier

    Wer sich für 90 Tage mit Fertignahrung eindecken will, muss beispielsweise beim Anbieter Conserva.de zwischen etwa 800 und 1500 Euro hinblättern - je nach persönlichen Ansprüchen an die tägliche Zahl der Mahlzeiten und Geschmack. Die Palette reicht von Hühnchen süß-sauer über Rührei mit Kochschinken und Bratkartoffeln bis zu Kirschkuchen aus der Dose. Aber auch Vegetarier müssen im Notquartier nicht hungern, wenn sie vorgesorgt haben: Es gibt sogar fleischlose Notfall-Pakete.
    Der deutsche Lebensmittel-Handel verzeichnet dagegen keinen großen Ansturm auf Mineralwasser, Konserven oder Trockennahrung. „Es gibt nullkommagarkeine Veränderungen“, meint ein Sprecher der Rewe-Gruppe. Das gelte für Rewe, aber auch für die konzerneigene Discounterkette Penny und für die toom-Baumärkte des Handelsriesen. Auch bei Aldi Süd gab es „keine vermehrte Nachfrage nach bestimmten Vorräten“. Aldi Nord bemerkte ebenfalls „nichts Auffälliges“ in den Geschäften.

    „Man kann sich nur in gewissen Grenzen vorbereiten“

    Spürbar würde ein solcher Nachfrageschub auch erst, wenn es tatsächlich zu regelrechten Hamsterkäufen käme, also deutlich mehr Menschen als sonst über einen längeren Zeitraum „in nicht haushaltsüblichen Mengen“ einkaufen, erläutert Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels.
    Grundsätzlich gebe es Notfallmaßnahmen und -pläne für bestimmte Risiken wie Stromausfälle durch Cyberattacken. So sind große Zentrallager mit Notstromaggregaten ausgerüstet. Für jegliches Szenario aber kann sich auch die Lebensmittel-Branche nicht rüsten. „Auf den Ausnahmefall kann man sich eben nur in gewissen Grenzen vorbereiten“, sagt Böttcher.


    Quelle
    Geändert von steppenwolf (25.08.2016 um 12:32 Uhr)
    „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
    Kurt Tucholsky (1890-1935), dt. Schriftsteller

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