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Thema: Wenn Bitcoin weiter so viel Energie frisst, schafft es sich selbst ab

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Junior Avatar von ToLinkTo
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  2. #2
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    Zitat Zitat von BigC Beitrag anzeigen
    Ich verstehe schon worauf WeeD hinaus möchte, es gibt schon seit geraumer Zeit Berechnungen die den Menschen anhand seines Tagesablaufs in Watt darstellen. Daher wäre es garnicht so konfus wenn man sich dieses Menschliche Watt Ergebnis zur Hand nimmt und auf eine Technologie wie die Blockchain umrechnet. Wenn man Banking komplett über eine Blockchain ablaufen lassen würde, bräuchte man ja auch viel weniger Mitarbeiter innerhalb der Bank und hätte daher eine "Strom" Ersparnis die man wiederum für die benötigte Hardware hinter der Blockchain nutzen könnte.

    Das ist zumindest meine Interpretation...
    Wo ziehst du denn für dich die Grenze, was in die Berechnung hineinkommt und was nicht?
    Gehört der Energieverbrauch eines Menschen im Büro dazu?
    Gehört der gesamte Energieverbrauch während der Kaffeeernte dazu, weil der Angestellte Kaffee trinkt?

    Außerdem ist mir nicht so ganz klar: Was, wenn Blockchain das aktuelle System ersetzt; was passiert dann mit den Watt die ein Mensch so vebraucht? Bringen wir dann alle Menschen um, die überflüssig sind?

    Zitat Zitat von ShadowEagle Beitrag anzeigen
    Und ich aus dem Finanzwesen und muss Dir absolut widersprechen. Ich kann auf Grund meiner Anonymität hier keine konkreten Zahlen nennen, aber Du würdest mit den Ohren schlacken was ausmacht gemessen an der Gesamtsumme einer jährlichen Bilanz
    Meinst du die jährliche Bilanz zu den Serverkosten, die nur auf die Transaktionen zurückzuführen sind? Was ist in deiner Gesamtsumme enthalten?

  3. #3
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    Solche Berechnungen beziehen sich auf den jeweiligen Angestellten und dessen innerhalb der Täglichen Arbeitszeit getätigten Interaktionen. Dabei belassen wir es hier mal bei dem Hin und Rückweg zur Arbeit sowie dem Arbeitsplatz. Interessant ist nur die Leistung (Watt) die er Täglich im Auftrag seines Arbeitgebers verbraucht, sei es nun beim Kaffee kochen; Arbeiten am PC oder auch bei Kundenbesuchen.

    Bei der Berechnung muss man dann noch eine Toleranz von sagen wir 25-30% einplanen, da die meisten Arbeitnehmer zwar einen geplanten Arbeitsablauf haben aber es natürlich immer zu Abweichungen kommen kann.

    Und als Angestellter beziehst du dein Geld nunmal aus dem Kapital deines Arbeitgebers. Was hindert deinen Arbeitgeber daran dich als Angestellten durch eine effizientere Technologie zu ersetzen ? Sobald eine Blockchain / KI schneller, zuverlässiger und effizienter als der Angestellte ist, sollte man sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. In dem Zusammenhang musst du dich als Verbraucher sehen, du verbrauchst genauso Energie zum Leben wie eine Seelenlose Technologie die Berechnungen durchführt. Die Seelenlose Technologie kostet in der Anschaffung, Wartung & Unterhalt Geld, und du bekommst für deine geleistete Arbeit Geld damit du Leben kannst.


    Mal ein Beispiel:
    Die Emirates NBD testet schon seit geraumer Zeit eine eigene Blockchain, aktuell um Check Betrug zu verhindern, dies wird normalerweise durch Mitarbeiter erledigt die Telefonisch oder Schriftlich bei der anderen Bank anfragen und die Deckung überprüfen. Also wäre es durchaus logisch anzunehmen das bei einem Erfolg der Blockchain demnächst ein paar Mitarbeiter eine neue Position bekommen oder Stempeln gehen.

  4. #4
    badloader
    Gast
    Danke für deine ausführliche Erläuterung und deinen freundlichen Tonfall BigC! Danke arcoreleases für deinen Zuspruch. Genauso habe ich es wirklich gemeint.

    Ich möchte dir gar nicht widersprechen BigC, denn ich gebe dir vollkommen Recht, dass Blockchain aus betriebswirtschaftlicher Sicht effizienter ist. Einfach effizienter in den Gesamtkosten.

    Wo ich dir aber weiterhin nicht Recht gebe:
    Wir besprechen hier in diesem Thread den Artikel, der sich um die Ineffizienz für die Umwelt durch Mining dreht und nicht um die Effizienz in den Gesamtkosten. Die Kosteneffizienz von Blockchain ist unbestritten, aber der Schaden für die Umwelt von Bitcoin auch. Denn durch Bitcoin fallen zwar Kosten weg, aber es steigen die Energiekosten. Die Effizienz liegt hier einfach in einem ganz anderen Feld.

    Ich bleibe mal bei meinem Beispiel von oben:
    Atomenergie ist unbestritten effektiver als jegliche andere Energiegewinnung, aber es ist deswegen nicht automatisch die bessere Energiequelle.
    Bitcoin mag die kosten-effizientere Art sein, um Transaktionen zu gewährleisten, aber es ist trotzdem nicht effizienter für die Umwelt.
    Man wiegt also Umweltschaden gegen betriebswirtschaftlichen Nutzen ab. Genau wie bei der Atomenergie.

    Ähnliche Problematik sehen wir gerade im Bereich der Autoindustrie. Elektroautos sind derzeit nicht wirklich umweltfreundlicher als Benziner, da die Akkus noch schlecht und unter grauenvollen Bedingungen hergestellt werden. Man kann jetzt argumentieren, dass die Industrie das schon hinbekommt mit den Akkus, sobald genug Anreize da sind und wir voll einsteigen sollen. Man kann aber auch auf die Bremse drücken und sagen, dass bis zur Lösung des Akku-Problems gewartet werden muss, bis man in die Technologie voll einsteigt. Das ist Abwägungssache und ich kenne mich hier nicht genug aus, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

    Aber bei Bitcoin kenne ich mich besser aus und sehe das Problem viel tiefer sitzend. Das Mining ist einfach Kernbestandteil von Bitcoin, das kann man nicht fixen. Und mit einem einfachen wechsel des Algrythmus kommen wir auch nicht weiter. Bei anderen Coins muss ich mich nicht zwischen Umwelt und betriebswirtschaftlichem Nutzen entscheiden - hier kann ich deinen Willen zum Wechsel unterstützen.

    Du merkst also, ich empfinde deinen Willen, die Blockchain einzusetzen, nicht als falsch. Ich bin mir nur sicher, dass PoW Coins nicht die richtigen sind. Den Bitcoin zu verteidigen halte ich für falsch, denn sein Konzept ist mMn einfach nicht passend. Das können - wie so oft wiederholt - andere Blockchain basierte Coins einfach besser!

    Ich hoffe mein Standpunkt ist etwas klarer geworden. Oft tue ich mir schwer kurz und einfach auszudrücken, was ich aussagen möchte.

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