Profitiert aber halt dennoch von den Leuten, die alles "sofort" haben wollen. Die Leute gab es immer und wird es auch immer geben.
Ladenmiete oder Parkplätze sind auch oft relativ. Gerade in Kleinstädten oder größeren Dörfern liegt der Einzelhandel im Zusammenschluss gelegen (Einkaufszentrum) oder haben ihr eigenes Grundstück. Da fällt schonmal etwas weg.
Ich red hier aber explizit von den größeren Einzelhandelunternehmen. Natürlich bricht der irgendwann völlig weg, weil die letzte Generation jenseits des Internets gerade wegstirbt. Dem gegenüber steht aber derzeit der große Hype von Regionalprodukten bei Lebensmitteln. Bio, Öko, Regionalanbau, das kann Amazon und Co. sowieso nicht bieten.
Das ist natürlich in anderen Bereichen nicht so einfach, aber es gibt eben auch viele, die sich lieber deutsche Produkte kaufen. Amazon wird doch immer mehr zum Chinawarenhandel, gerade im Elektronikbereich. Bei den wertigen Produkten spare ich bei Amazon aber mittlerweile kaum noch gegenüber dem Einzelhandel.
Und neben Lebensmitteln halte ich Bekleidung noch für lange Zeit lukrativ, weil man sich das Rücksenden spart und direkt anprobieren kann. Dabei sind sogar vermeintlich "teurere" Läden erschwinglich geworden. Wenn ich sehe, wieviele Leute beispielsweise bei "Peek und Cloppenburg" bei uns arbeiten, kann ich mir kaum vorstellen, dass der Laden schlecht läuft.
Naja, eben nicht unbedingt. Amazon ist mittlerweile auch nicht mehr so günstig, wie noch vor 5 Jahren. Und abseits der Angebote sind die Preise von Amazon und Einzelhandel eigentlich immer gleich. Klar, Amazon macht damit mehr Umsatz weil niedrigere Kosten und evtl. Gebühren seitens der Verkäufer. Aber das hat sich schon ein wenig verändert. Nicht ohne Grund hat Amazon die Jahresgebühr von Prime erhöht.
Kenne sie nicht und muss da auf dein Wort vertrauen. Gefühlsmäßig hätte ich aber behauptet, dass es heute besser ist, als noch vor ein paar Jahren.
Allerdings haben Amazon und eBay da noch mehr mit zu kämpfen. Während der Einzelhandel das nur aus Kulanz zurückgeben braucht, sieht das ja mit der vierzehntägigen Widerrufsfrist im Onlinehandel ja wiederum anders aus. Und gerade Amazon macht das Umtauschen ja relativ leicht.
Na klar, solange du klein bist, kannst du, wenn überhaupt nur mit spezieller Ware oder Chinascheiße Geld verdienen. Die großen Unternehmen, die es früher nur offline gab, dürften aber mit ihren Online-Shops profitieren. Gerade auch weil "Abholung im Markt". Für Leute, die Vollzeit arbeiten, eine tolle Alternative. Und Werbung für den Onlineshop brauchen die auch nicht mehr, dafür sorgen Seiten wie MyDealz schon genug.
Das ist natürlich absolut zutreffen.
Das ist aber auch teilweise eine politische Sache. Beispiel: Hier bei mir hat jahrzehntelang eine große Partei regiert. Ein Supermarkthersteller wollte hier einen neuen Laden eröffnen, direkt am Stadtrand zu einer großen Stadt. Wurde abgelehnt, mit der Begründung, es würden zuviele Großstädter kommen.
Ende vom Lied, die Kette hat sich anderweitig niedergelassen.
Andersrum haben wir aber wiederum auch ein Einkaufszentrum. Das hat viele Kleinunternehmer eher vertrieben, als der Online-Handel.
Davon gehe ich selbst auch aus. Entweder man gliedert sich da zusammen und eröffnet eine Passage oder man wird vertrieben. Aber eben nicht nur vom Online-, sondern auch vom Einzelhandel selbst. Kaum ein kleiner Elektronikladen überlebt, wenn Saturn oder Media Markt in der Nähe ist.
Natürlich, ist aber die einzige Möglichkeit, gewisse Bereiche erfolgreich einzunehmen (Lebensmittel) und die Kunden vom Einzelhandel wegzuholen, die alles sofort haben wollen.
Ich zähle mich ja auch dazu. Ich hab meine Ware lieber direkt in den Händen, auch wenn ich da 10% mehr zahle. Aber auch ich ziehe eben preisliche Grenzen.
Von mir aus. Dann verschwinden wenigstens keine Tickets mehr auf mysteriöse Weise. Und die Anbieter werden auch nicht weniger bekommen, als über Eventim.
Interessant wird nur, wie Amazon Schwarzhandel vorbeugen will. Denn das ist auch ein sehr heikles Thema.






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