Megaupload-Klagen verzögern sich möglicherweise um viele Jahre
Die Polizeiaktion gegen Megaupload und Gründer Kim Dotcom liegt mittlerweile fast neun Jahre zurück und noch immer wird vor allem über die Auslieferung der Betreiber der der Piraterie beschuldigten Plattform verhandelt. Das bedeutet auch: Alle anderen Klagen müssen warten.
Megaupload wurde Mitte Januar 2012 von den Behörden in einer über mehrere Länder hinweg koordinierten Polizeiaktion geschlossen. Seither beschäftigen sich vor allem neuseeländische Gerichte mit Kim Dotcom und seinen Mitangeklagten, es geht vor allem um die Frage, ob sie in die USA ausgeliefert werden dürfen sowie auch um diverse Aspekte zur Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Behörden.
US-Fälle müssen warten - wohl noch lange
Und das Ganze zieht sich, viele der Beteiligten und vor allem Beobachter dürften schon längst genug vom "Fall Megaupload" haben. Doch dieser ist in so mancher Hinsicht noch am Anfang: Denn wie TorrentFreak berichtet, wartet auf Dotcom und Co. noch das strafrechtliche Verfahren in den USA sowie zivilrechtliche Klagen von Plattenfirmen sowie Filmstudios, in denen es in erster Linie um Schadenersatzforderungen geht.
Doch hinter den Klagen in den Vereinigten Staaten stehen viele Fragezeichen, da alle Fälle vom Ausgang der Auslieferungsfrage abhängig sind. Das bedeutet konkret, dass die anderen Fälle bis auf Weiteres verschoben werden mussten. Dabei hat der strafrechtliche Fall Vorrang vor den zivilrechtlichen, da letztere einen Einfluss auf den erstgenannten haben könnten.
Vor kurzem haben die Anwälte von Megaupload jedenfalls eine Verschiebung beantragt und gewährt bekommen. Die zivilrechtlichen Fälle werden laut aktuellem Stand frühestens ab April 2021 verhandelt. Doch selbst das scheint eher Wunschdenken zu sein denn eine realistische Einschätzung. Denn viele Beobachter rechnen eher, dass das alles noch viele Jahre dauern könnte.
winfuture.de
Also weiter abwarten.



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