Soeben wurden folgende News erstellt:
US-Wissenschaftler haben gezeigt, dass wiederholte Sicherheitsmeldungen schnell zu geringerer Aufmerksamkeit führen und schlagen andere Popups vor.
Original Beitrag auf Heise lesen..
Datum: 23.03.2015 16:03
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US-Wissenschaftler haben gezeigt, dass wiederholte Sicherheitsmeldungen schnell zu geringerer Aufmerksamkeit führen und schlagen andere Popups vor.
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Datum: 23.03.2015 16:03
Deswegen juckts mich da so oft ... ^^
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Alles womit man überflutet wird sorgt für geringere Aufmerksamkeit, nachdem man das "gelangweilt von"-Stadium hinter sich hat.
Dabei wäre es so einfach, die Aufmerksamkeit hochzuhalten:
Anhang 94
Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier. In der Regel sind die meisten Warnmeldungen für den Normalanwender uninteressant und werden eben weggeklickt.
Dadurch, dass sie sich immer wieder wiederholen und das selbe Ereignis folgt, wird man resistent gegen die Dinger. Also was macht der Normalanwender? Richtig, so schnell wie möglich wegklicken, man kennt es ja und es passiert immer das Gleiche: Richtig, nichts. Zumindest nichts, was den Normalanwender (vorerst) stören könnte. Meistens funktioniert ja dann auch das gewünschte Video oder die Website. Also was macht besagter User X in diesem Fall?
-> Hinweis ignorieren, Klick auf "Erlauben" und weiter geht es. Und Zack, die Seite, oder was auch immer, läuft.
Stellen wir uns dann mal vor, User X surft durchs Netz und kommt immer auf gleiche Seite und diese schmeißt immer die gleiche Meldung, Handlungsreihenfolge ist wieder: Hinweis ignorieren, Klick auf "Erlauben" und weiter geht es.
Dann kommt X auf eine andere Seite und schon wieder taucht ein Sicherheitsprompt auf, was passiert? Richtig: Hinweis ignorieren, Klick auf "Erlauben" und weiter geht es.
Was passiert also, wenn man eine ernstzunehmende Sicherheitsmeldung bekommt? Richtig, wie sonst auch: Hinweis ignorieren, Klick auf "Erlauben" und weiter geht es. Ist ja, wie sonst auch, nichts passiert. Oder Moment? Upps... und dann ist es zu spät und die Konditionierung der besagten Person hat dazu geführt den eignen Rechner zum Botserver werden zu lassen. Fertig ist der Pawlowsche Hund.
“I hate audio correct.”
Es ist wirklich zum Lachen, dass diese Forscher eine eigene empirische Studie gestartet haben, obwohl man dem Ganzen täglich begegnen kann. Denn dieses Problem ist ja nicht nur auf das Web beschränkt, sondern findet sich bei uns unter anderem im Verkehr wieder. Die Bahn ist dafür das beste Beispiel. Hat ein Zug eine zeitliche Verspätung oder fährt von einem anderen Bahnsteig ab, so wird im 2-Minuten Takt angekündigt, dass es zu einer Verspätung kommt und er von einem anderen Gleiß abfährt. Problem hierbei: Je mehr Meldungen bei der Person ankommt, desto schwieriger ist es für sie die wichtigen Informationen rauszufiltern und je häufiger dieselbe Meldung gesprochen wird, desto genervter (in manchen Fällen sogar verärgerter) wird eine Person. Übermäßige Warnungen die hilfreich sein sollten, es aber teilweise nicht sind oder die Person mit derselben Info überhäufen, führen also zu erhöhten Aggressionen oder Langweile. Um diese Emotionen zu bekämpfen beginnt man damit die Hinweise zu ignorieren.
Übrigens kann man Syls und meinen Text unter den Begriff der "Desensibilisierung" zusammenfassen. Laut Definition gilt: "Reaktionsverminderung durch bekannte Reize".
Und was man gegen das Problem machen kann (im Bereich der Warnungen/Pop-Ups im Web)? Es wäre schon einmal ein guter Anfang genauere Meldungen zu erhalten. Es bringt nichts, wenn dort steht "... möchte folgenden Zugriff haben [erlauben] [nicht erlauben]". Sinnvoller wäre ein 2-3 Zeiliger Text den man zusätzlich ausklappen kann, in dem steht welcher Vorgang als nächstes erfolgt und für was hier die Erlaubnis benötigt wird. Nur wird es wohl auch ignoriert werden, denn viele sind mittlerweile nicht einmal mehr bereit wichtige Informationen durchzulesen.