Von seiner Begründung kann man getrost alles ignorieren, außer die langen Wartezeiten und die Angaben zum Fortschritt.
Über die "lange Wartezeit" lässt sich vermutlich streiten. Wenn nichts vereinbart wurde, dann ist das schwer zu beurteilen. Es lässt sich ja schwer festlegen, welche Wartezeit jetzt zumutbar ist (zumal scheinbar, ja von deiner Seite über Komplikationen/Zeitverzögerungen informiert wurde). Auf der anderen Seite kann man natürlich nicht erwarten, dass der Käufer "unendlich" lange wartet. Sonst könnte man die Anzahlung ja einfach einbehalten, ohne jemals etwas zu liefern, mit der Begründung, dass man irgendwann in der Zukunft sicherlich etwas liefern wird.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hast du irgendwelche Zeitangaben gemacht. Wenn du die wiederholt nicht einhalten kannst bzw. diese sich einfach so ändern, dann finde ich es schon verständlich, wenn das dem Auftraggeber nicht gefällt. Hier wäre es vermutlich ratsam gewesen gemeinsam eine Deadline zu setzen, zu dem die Leistung fertig sein muss (oder ein zufriedenstellender Zwischenstand verfügbar ist).
Mir fehlen natürlich die Details und vor allem auch ein Bericht der anderen Seite. Ich denke, man kann dir, mit den hier vorhandenen Informationen, eventuell schlechte Kommunikation und ungeschickte Interaktion mit dem Kunden zur Last legen. Es ist außerdem ungünstig, dass für die Anzahlung bzw. für den Handel allgemein keine genauen Bedingungen festgelegt wurden. Letzteres führt meiner Meinung jetzt dazu, dass der Kunde das Geld zu Teilen oder sogar komplett abschreiben muss, denn er hat keinen handfesten/vereinbarten Grund um vom Handel zurückzutreten.




