Zitat Zitat von @Kimimaro von Eve&Rave
Ich nehme das Thema Drogen und wie sich die Parteien dazu äußern.

DIE LINKE
fordert eine Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, um die derzeitige nationale und internationale Drogenpolitik zu evaluieren. DIE LINKE setzt sich für eine humane und rationale Drogenpolitik ein. Dazu gehören Präventions- und Informationsangebote sowie akzeptanzorientierte, niedrigschwellige therapeutische Hilfen. Der Drogenmissbrauch muss entkriminalisiert werden, auch damit den Konsumenten frühzeitig optimal geholfen werden kann.
Schwerstabhängige Heroinkonsumenten müssen mit Diamorphin behandelt werden können, damit sie die Jahre in der Sucht gesundheitlich stabilisiert überleben.

Im Bereich „Partydrogen“ wie Ecstasy und Speed setzt sich DIE LINKE neben Aufklärungsarbeit für sogenannte „Drug-Checking-Projekte“ ein. Damit könnten Verbraucherinnen und Verbraucher von Ecstasy und Amphetaminen wirkungsvoll vor gefährlichen Verunreinigungen geschützt werden.
Da Cannabis keine harmlose Droge ist, fordert DIE LINKE spezielle Beratungs- und Therapieangebote für jugendliche CannabiskonsumentInnen. DIE LINKE tritt weiterhin für eine staatliche Regulierung des Cannabismarktes, unter Gewährleistung des Jugendschutzes, nach dem Vorbild der Niederlande, ein.
DIE LINKE kämpft außerdem dafür, dass Cannabis bei bestimmten Krankheiten, bei denen es keine therapeutische Alternative gibt, als Arzneimittel zugelassen wird.
https://www.die-linke.de/die-linke/w...-z/a-d/drogen/

Cannabis gehört zu Deutschland
https://www.linksfraktion.de/themen/...u-deutschland/

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SPD
Unklar ist, ob die SPD das Thema Cannabis-Regulierung zum Wahlkampfthema für die Bundestagswahl 2017 macht. Ein Interview mit Jan Ingensiep, Gründer der Initiative „Sozis für die Cannabis-Legalisierung“, der genau das fordert, hatte im Dezember 2015 für Diskussionen gesorgt. Im Gespräch mit vorwärts.de sagte Blienert dazu: „Die alten Beschlüsse der Bundespartei zu dem Thema müssen dringend in die Diskussion zurück.“ Blienert wünsche sich eine Novellierung des Betäubungsmittelgesetzes hinsichtlich der Möglichkeiten der Länder, mehr Modellprojekte für eine regulierte Cannbis-Abgabe zu schaffen. Außerdem müssten die Maßnahmen zur Entkriminalisierung von Konsumenten umgesetzt werden. „Von einem Cannabis-Wahlkampf würde ich der SPD zwar abraten, die Punkte Modellprojekte und Entkriminalisierung würde ich aber gern im Regierungsprogramm vertreten sehen“, so Blienert
https://www.spd.de/

Leider finde ich bei SPD nicht viel über den Standpunkt Drogenpolitik, muss man wohl nach abwarten ? Es sei denn jemand weiß genaueres.
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GRÜNE
Prävention steht im Mittelpunkt grüner Drogenpolitik. Wir sind für eine Entkriminalisierung der Konsumenten und verbesserte Hilfs- und Therapieangebote.
Ziel ist es, das Selbstbestimmungsrecht der Menschen zu achten und gesundheitliche Risiken zu minimieren. Der Staat darf und soll – auch mit seiner Drogenpolitik – erst dann in die (Freiheits-)Rechte seiner Bürgerinnen und Bürger eingreifen, wenn es zum Schutz der Grundrechte Dritter erforderlich und verhältnismäßig ist. Drogenpolitik muss gleichzeitig Folgendes leisten: Der Entstehung von Abhängigkeiten und gesundheitlichen Schäden vorbeugen, Kinder und Jugendliche schützen und Schwerstabhängigen helfen.
Eine verantwortliche Drogen- und Suchtpolitik bezieht alle legalen Drogen, wie zum Beispiel Alkohol und Tabak, sowie die illegalen Drogen und die nicht-stoffgebundenen Süchte, wie Glücksspiele, gleichermaßen ein. Der Jugendschutz muss in allen Bereichen, auch in der Werbung, konsequent durchgesetzt werden.
Hilfe statt Strafverfolgung Die Politik der Kriminalisierung von Drogenkonsumentinnen und -konsumenten führt in die Sackgasse. Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung. Wir wollen die Therapie- und Hilfsangebote verbessern. Nur ein abgestimmtes Hilfe- und Beratungssystem – kombiniert mit präventiven Programmen – kann helfen, Abhängigkeiten langfristig erfolgreich zu verhindern. So vielfältig die Motive für Drogenkonsum sind, so unterschiedlich ist der Hilfebedarf für diejenigen Drogenkonsumentinnen und Drogenkonsumenten, die nicht mehr selbstbestimmt über ihren Drogenkonsum entscheiden können. Dazu gehören die medizinisch kontrollierte Abgabe von Diamorphin (Heroin), Substitutionstherapien und Abstinenzangebote,
bedarfsgerechte psychosoziale Betreuungsangebote, risikominimierende Maßnahmen wie Spritzentauschprogramme, Drogenkonsumräume und Substanzanalysen (Drug-Checking-Programme).
Entkriminalisierung von Cannabis. Bei weichen Drogen wie Cannabis wollen wir den Eigengebrauch und den privaten Anbau entkriminalisieren sowie unter Berücksichtigung des Jugendschutzes eine legale Abgabeform über lizensierte Fachgeschäfte ermöglichen. Auch der medizinische Einsatz von und die Forschung an Drogen darf nicht länger behindert werden. Die Ungleichbehandlung von Cannabis und Alkohol durch das Führerscheinrecht soll beendet werden. Cannabis-Delikte ohne Zusammenhang zum Straßenverkehr dürfen nicht mehr unaufgefordert und ohne Zustimmung der Betroffenen an die Führerscheinstelle übermittelt werden.
https://www.gruene.de/themen/soziale...enpolitik.html
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FDP
Im Beschluss "Kontrollierte Freigabe von Cannabis" heißt es zu den Bedingungen für eine Freigabe: "Die gewerbsmäßige Abgabe von Cannabis darf deshalb nur in speziell für diesen Zweck lizenzierten Geschäften erfolgen, wobei sichergestellt sein muss, dass die Käufer volljährig sind und über die Risiken des Konsums ausreichend aufgeklärt werden." Die Lizenzen berechtigen auch zum Anbau von Cannabis sowie zum Import aus legalen Quellen im Ausland.
Ein Pfeiler liberaler Politik ist die Selbstbestimmung der Bürger. Das heißt: Der Staat greift so wenig wie möglich in die privaten Entscheidungen der Menschen ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht erstreckt sich insbesondere auch auf das Feld der Konsumentscheidungen. Die Forderung, Cannabis zu legalisieren, ist eine Frage liberaler Glaubwürdigkeit.
Genussmittel – nicht Einstiegsdroge
Aus Sicht der Freien Demokraten fällt Cannabis, wie Alkohol oder Tabak, in die Kategorie der Genussmittel. Die Kriminalisierung von Bürgern durch das Cannabisverbot ist ein problematisches Resultat der aktuellen Drogenpolitik. Der verantwortungsvolle Umgang ist bei allen Genussmitteln wichtige Voraussetzung. Anders als bei Alkohol oder Tabak werden Cannabiskonsumenten aufgrund der Rechtslage allerdings kriminalisiert, stigmatisiert und ausgegrenzt. Präventionsprogramme und Ausklärung sollten die Antwort sein – nicht Bußgelder und Haftstrafen. Es muss konsequent getrennt werden zwischen Gelegenheits-Genussmitteln und harten Drogen, die gesellschaftlich großen Schaden anrichten.
Legalisierung setzt Ressourcen frei
Im Vorfeld des Parteitags hatte der Bundesvorsitzende der JuLis, Kontantin Kuhle, für die „Huffington Post“ fünf Gründe für eine kluge Legalisierung von Cannabis dargelegt. Seine Nummer eins: Bessere Verbrechensbekämpfung. Wenn Polizei, Justiz und Sicherheitsbehörden nicht mehr damit beschäftigt wären, einzelne Konsumenten zu verfolgen, verurteilen und einzusperren, wären enorme Ressourcen frei, um echte Straftaten zu verfolgen.
https://www.liberale.de/content/cann...iert-freigeben

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CDU/CSU
Legalisierung des Handels mit Cannabis wäre völlig falsches Signal
„Mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird es keinen Einstieg in einen staatlich regulierten Markt mit Cannabis geben. Aus gesundheitspolitischer Sicht wäre das ein völlig falsches Signal. Erwägungen des Gesundheitsschutzes müssen Vorrang haben vor wirtschaftspolitischen Argumenten. Im Übrigen ist auch die Vorstellung, mit einer Legalisierung von Cannabis könne man die organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen, äußerst fragwürdig.
Cannabis ist keine Spaßdroge. Regelmäßiger Cannabis-Konsum hat fatale Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung junger Menschen. Langfristiger Konsum kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken bis hin zur psychischen Abhängigkeit führen. Die Alltagskompetenz und Arbeitsfähigkeit von chronischen Cannabiskonsumenten ist nachweislich stark eingeschränkt.
Der Konsum von Cannabis ist weiterhin besorgniserregend hoch. Die Zahl von Cannabis-Abhängigen, die auf einen Entzugsplatz warten, wächst stetig und der Konsum illegaler Drogen steigt seit Jahren wieder an. Jugendliche, die Cannabis rauchen, haben ein sechsfach höheres Risiko, später härtere Drogen zu konsumieren, als Jugendliche, die kein Cannabis zu sich nehmen.
Daher ist es unverantwortlich, die Schädlichkeit der Droge zu verharmlosen und einen regulierten Markt für Cannabis zu fordern.
https://www.cducsu.de/presse/pressem...alsches-signal

Der Standpunkt von CDU/CSU ist wohl sowieso den meisten hier bekannt "Härtere Strafen gegen Drogen Konsumenten" , wer also Merkel wählen will. Bitte :ok:
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AFD

Hat den gleichen Standpunkt wie die CDU/CSU.

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weitere Infos zu anderen Standpunkten der Politik oder HP :
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke
https://de.wikipedia.org/wiki/Christ...n_Deutschlands
https://de.wikipedia.org/wiki/Christ...nion_in_Bayern
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozial...i_Deutschlands
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B...ie_Gr%C3%BCnen
https://de.wikipedia.org/wiki/Altern...Cr_Deutschland
https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_...atische_Partei
THX für die Ausführung @Kimimaro von Eve&Rave