Ich gehe noch weiter, obwohl ich Python sehr gerne mag. Wenn eine Sprache viele Fragen auf Stack Overflow hat, kann das doch auch bedeuten, daß sie schlecht dokumentiert ist. Wenn es zu den Fragen dann auch noch wenig Antworten gibt, könnte man sogar annehmen, daß niemand sich mit der Sprache auskennt / sie ernsthaft einsetzt / man versucht, sie oft für unpassende Problemstellungen einzusetzen / viele zwar mit dem Lernen beginnen, aber nie etwas Brauchbares in der Sprache produzieren.
Warum soviele Mutmaßungen? Weil ich aufzeigen möchte, daß der Winfuture-Artikel nichts wert ist, er ist viel zu oberflächlich.
Stattdessen werft mal einen Blick auf den ursprünglichen Blog-Artikel und vergleicht auch mal mit den beiden Standards für die Bewertung von Programmiersprachen:
Tiobe Index -----> Methodik
The RedMonk Programming Language Rankings -----> Methodik ist im Text beschrieben
Aber zurück zum Blog-Artikel:
Wenn man ungefähr weiß, wofür man Python am besten einsetzt, dann ist die Kernaussage von Stack Overflow bildungs- und wirtschaftspolitisch schon sehr interessant, denn die Ergebnisse sind m.E. ein Indikator dafür, daß die ärmeren Länder den reichen in Bezug auf Produktivitätszuwachs zumindest in der allgemeinen IT dicht auf den Fersen sind.
Das sollte uns insofern interessieren, als daß der Wohlstand und das höhere Einkommensniveau dieser Länder im Wesentlichen von ihrer höheren Produktivität getragen werden - man kann das nicht verallgemeinern, aber sehr gut allein auf die IT-Branche beziehen: der Trend, Standard-IT "offshore" zu betreiben, wird sich noch weiter verstärken. Die fortschreitende Formalisierung und Standardisierung von Prozessen und Entwicklung hilft dabei ungemein. Schlechtere Zeiten für Allrounder. Sucht Eure Nische.
Cannonau




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