Zitat Zitat von WeeD Beitrag anzeigen
Was denkst du denn, was passieren würde wenn statt Bitcoin XYZ die Nummer 1 wäre? Genau, das gleiche. Genau die gleichen reisserischen Artikel mit zufallsgenerierten Zahlen um möglichst viele Klicks zu erhalten.
Richtig, das betrifft auch andere Cryptowährungen, trotzdem ändert das nichts am grundlegenden Problem. Reißerische Überschriften gabs schon immer.

Zitat Zitat von WeeD Beitrag anzeigen
Strom ist da um gebraucht zu werden. Beispielsweise verkauft Deutschland regelmässig Strom ins Ausland, da es keine effiziente Speicher gibt.
Würde dauerhaft weniger Strom benötigt werden, würde auch weniger Strom hergestellt werden. Schließlich ist das "Verkaufen" von Strom, das Deutschland betreibt, sehr oft ein "Bezahlen" für das Abnehmen von Strom an andere EU-Länder, die besser regulierbare Kraftwerke/Stromgewinnungsmethoden haben, und damit den deutschen Überhang kompensieren können. Rentabel ist das keineswegs. Cryptominer, die ihre Mining-Rechner 24/7 laufen lassen, helfen aber nicht, diese "Produktionsspitzen" auszugleichen, sondern heben nur das Grundniveau - das Verkaufsproblem würde also weiter bestehen.

Zitat Zitat von WeeD Beitrag anzeigen
Deutsche Bank, in Deutschland 2017 43'000 Mitarbeiter, nehmen wir einen Durchschnittslohn von 50'000 Euro um es rund zu halten und doch wahrscheinlich zu gering der Durschnitt, ergibt 2'150'000'000 Euro. Nun mach das x 10 wegen mehrerer Banken. Hast dann Deutschland, wahrscheinlich sehr niedriger Wert aber egal. Nehmen wir dann x 20 für die weiteren EU Länder, einige haben kein Euro und einige weniger Mitarbeiter, ergibt 430'000'000'000 Euro. Das sind alleine die Gehälter für die Mitarbeiter für etwa den EU Raum.
Deine Rechnung ist dahingehend falsch, dass nur ein verschwindender Bruchteil der Bankmitarbeiter dafür zuständig ist, den eigentlichen Geldfluss am Laufen zu halten. Würde die Deutsche Bank alle Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer/-berater entlassen und sich nur darauf konzentrieren, online Überweisungen durchzuführen, bräuchte es dafür nur ein paar hundert Angestellte. Wenn nun Bitcoin unser Bankensystem ersetzt, braucht es weiterhin Menschen, die sich um die Probleme der Anwender kümmern (Wallet-Erstellung, wie Überweisen, ...). Es wird schließlich nicht jeder sich selbst einlesen (können).

Zitat Zitat von WeeD Beitrag anzeigen
Vielleicht kannst du mal argumentieren wieso du denn so etwas denkst.
Ich bin zwar nicht badloader, aber versuche es trotzdem anhand eines Beispiels:
Wenn du bei einer Bank eine "Standard-Transaktion" durchführst, bspw. via Online-Banking oder am Bankautomaten, z.B. deiner Frau 3.000€ überweist, weil sie die Familieneinkäufe der letzten Monate getragen hat. Dann wird diese Überweisung vollautomatisch durchgeführt, auch die Interbankenkommunikation verläuft automatisch. Der Aufwand, der entsteht, ist dass in wenigen Datenbanken die Transaktion vermerkt (nur eingetragen) wird.
Bei Bitcoin kommt eine unnötige, stromfressende Berechnung hinzu, die letzten Endes deiner Transaktion keinen Mehrwert bietet.

Wenn du dagegen ins ferne Ausland überweist, wird sich darum vermutlich ein Bankangestellter in Persona kümmern. Vermutlich sind Überweisungen über die Ozeane hinweg nur teilautomatisiert (geraten) + der Bankmitarbeiter wird prüfen, ob da nicht gerade der gesamte Kontoinhalt weggeschafft wird. Das kostet Zeit, bietet aber auch einen Mehrwert, den du bei Bitcoin wiederum nicht hast. Und für die Interbankenkommunikation wird doch auch an Blockchain-Systemen geforscht/gearbeitet, um den Transaktionsverkehr zu beschleunigen. Diese haben aber ganz andere Voraussetzungen/Probleme als Bitcoin (Anzahl Nutzer, Vertrauenswürdigkeit der Teilnehmer, ...).