Es ist schön wie du bei TOR sagst was möglich wäre und wie man es umgehen kann, aber es ist auch gleichermaßen schade, wie du dasselbe beim VPN nicht machst und die hier möglichen Workarounds ignorierst.

Weil du ja jetzt speziell die folgende Aussage mit zuvor getroffener Aussage brachtest, dass VPNs loggen wenn die Behörde anklopft möchte ich das Folgende anhängen (zuerst das Zitat):

die NSA scheitert immer noch an tor:
Tor de farce: NSA fails to decrypt anonymised network • The Register
russland war sogar bereit, für die entschlüsselung/deanonymisierung von TOR ca. 110k$ zu zahlen
Im Gegensatz dazu findet man jedoch folgende News: FBI hat es auf Tor- und VPN-Nutzer abgesehen - News - gulli.com und natürlich hätten wir auch das hier: Internet-Überwachung - NSA soll deutsche Tor-Nutzer ausspioniert haben - Digital - Süddeutsche.de (man findet noch mehr)

Was möchte ich damit sagen? TOR bietet natürlich seine eigene Art von Anonymität aber es bietet keine vollständige Sicherheit und auch nichts zwangsläufig mehr Sicherheit wie ein VPN. Denn auch bei VPNs kann ich Cascading und sonstige Tricks verwenden. Der große Unterschied ist aber (und das wird die Reihenfolge erst VPN dann TOR bzw. erst TOR und dann VPN klären können), die Sicherheit. Ein VPN ist ja nicht nur dafür da, dass man eben einmal eine neue IP-Adresse bekommt. Meistens sind noch eigene Firewalls (bei manchen als Software- und bei manchen tatsächlich als richtige Hardware-Lösung) vorzufinden. Dementsprechend werden hier schon diverse schädliche Eingänge beseitigt, was natürlich trotz allem nicht für Narrenfreiheit steht. Dann haben wir noch das tunneln. Wenn TOR die Daten nicht tunnelt und verschlüsselt besteht doch die Möglichkeit von jedem Server aus, der beim Cascading verwendet wird, den gesamten Verkehr dieser Person zu überwachen. Bei der Verwendung von einem VPN liegt aber diese Verschlüsselung und der aufgebaute Tunnel direkt nach Connect zum VPN vor. Jetzt kann man sagen: Auch der VPN-Dienst hat die Möglichkeit, was mich dann aber zu SPOF bringt. Man kann das Ganze ja auf zwei verschiedene Art und Weisen sehen:

  • Ein Punkt bei denen man fix an die Daten kommen könnte
  • Viele Punkte bei denen es möglich ist an die Daten zu kommen


Unter der Voraussetzung, dass man trotz allem bei beiden Varianten ein gewisses Restrisiko hält erscheint es logisch zuerst eine VPN Verbindung aufzubauen, sodass der Datenverkehr verschlüsselt und ein Tunnel aufgebaut wird. Danach erfolgt das Nutzen von TOR, denn damit anonymisiert man sich hat aber gleichzeitig die verschlüsselt/getunnelten Daten, sodass diese nicht abgefangen werden können.

Wie gesagt akzeptiere ich beide Dienste und bin jetzt nicht gegen einen, jedoch sollte man beiden gegenüber fair bleiben, denn in beiden hat man seine Schwächen und in beiden hat man auch seine Workarounds. Wer denkt beide Dienste bedeuten, dass man tun und lassen kann was man möchte, der geht unnötige Risiken ein.

Als kleine Randbemerkung: Ich weiß nicht direkt ob das Darknet ein Vorteil ist oder nicht, aber gut, dann müsste ich auch sagen, dass es beim (öffentliche) Internet selbst fraglich ist. Es kommt ja immer darauf an wie man etwas nutzt.