Kurze Hypothese:
Ein Grund dafür den ich mir vorstellen könnte ist, dass man nie plante den Dienst lange für sich zu behalten. Das Unternehmen ist schließlich für Abo-Fallen und Co. bekannt, dementsprechend könnte ich mir vorstellen, dass man auf die Kundendaten scharf war. Immerhin gelangt man dadurch an die Datenbank die Email-Adressen und Zahlungsarten enthält. Solche Datensätze sind schließlich auch etwas wert. Ich meine damit nicht den Verkaufswert an sich, sondern den primären Nutzen für sich selbst. Löscht man Inhalte jedoch sofort hat man das Problem, dass die Neukunden und Verlängerungen wegbleiben, bestimmte Datensätze deswegen auch nicht mehr aktuell waren. Durch die Unterlassungsanordnung hätte man sich selbst ins Bein geschossen und hätte eine Straftat direkt eingeräumt, da war die geeignetere Option natürlich die einstweilige Verfügung. Der Weiterverkauf des Backups brachte dann natürlich noch zusätzliche Einnahmen ein. Denn so distanzierte man sich auch direkt vom Content ohne das Zugeständnis des verbrecherischen Aktes zu liefern. Dass man davon ausgehen könnte, dass sie keine Ahnung hatten welche Folgen der Kauf hätte ist eher ausgeschlossen, immerhin gab es bereits zuvor Klagen und Urteile gegen den Hoster. Man handelte dementsprechend vorsätzlich. Eventuell war auch ein zweiter Deal separat dabei.
Man kann aber definitiv davon ausgehen, dass eine Strategie dahinter steckte. Niemand greift ohne Grund in ein ersichtliches Wespennest.




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