Zitat Zitat von Syl Beitrag anzeigen
Sicherlich bestünde am Anfang die Gefahr, dass es zu Stillständen kommen könnte. Jedoch stellt sich mir dann die Frage, ob nicht irgendwann der Punkt kommt, an dem man vorrausschaunder plant (oder planen muss) und damit eben das Ziel erreichen kann, sich mehr Zeit für Überlegungen zu nehmen.
Ehrlich gesagt muss man an der Stelle zugeben, dass Unternehmen sich viel mehr mit den möglichen Folgen auseinandersetzen, als der Staat selbst. Zu aller erst ist es ja mal so, dass diese Leute aus dem Bereich kommen und zum anderen muss auch betrachtet werden wie die Gesetze dafür sind. An der Stelle ist meist dann alles ziemlich berechnend. Natürlich gibt es immer noch Fälle die nicht bedacht wurden, weil Jahre später etwas entwickelt wird, das Auswirkungen darauf haben könnte. Genau das ist unter anderem der Grund warum die Struktur so flexibel sein muss. Vergessen wir übrigens an dem Punkt nicht, dass diverse Studien erstellt werden müssen die auf empirischen Daten beruhen kann es bis zu mehreren Jahren dauern, um vollkommen im Bild darüber zu sein (sofern keine technischen Neuerungen in dem Bereich dazu kommen).

Angenommen nächstes Jahr kommt eine Festplatte die 1 Petabyte an Daten speichert und im Kostenpunkt bei 100 Euro liegt. Nehmen wir auch an, dass sämtliche Betreiber sagen, dass sie keine Logs speichern können weil die derzeitige Kapazität 8TB pro Platte beträgt. Wenn heute ein Gesetz erlassen wird, dass besagt, dass keine Daten gespeichert werden müssen, weil ein ausschlaggebender Grund der fehlende Speicherplatz ist, dann kann spätestens ein Jahr darauf dieses Gesetz wieder angefochten werden. Alte Daten liegen ja zum Thema immer noch vor, eventuell sind neue dazu gekommen, aber das einstige Problem wäre beseitigt. Möglicherweise vertreten uns dann Leute die sich zuvor mit diesem Thema nicht auseinander gesetzt haben, weil sie "neu" dazu gekommen sind. Außerdem würde die Contentindustrie sofort da stehen und ihre "Rechte" durchsetzen wollen.

Wenn man jetzt davon ausgeht, dass sie sich dafür ausreichend Zeit für eine neue Bewertung nehmen (auch unter der Voraussetzung, der neuen technischen Daten), dann wäre es in einem Fall sicher vertretbar. Das Problem ist aber, dass dutzende Themen offen liegen und alle besprochen gehören, definitiv aber nicht jeder mit jedem Thema vertraut sein kann und die Informationen abhängig vom Entwicklungsstand (nicht) ausreichend für eine sachliche Bewertung sind. Nimmt man sich für diese auch die nötige Zeit, so würde man "nie fertig werden". Verweist man dabei wieder auf die Unternehmen, dann darf man nicht vergessen, dass sie in den meisten Fällen natürlich das Beste für sich wollen, bestimmte Optionen bewusst wegfallen lassen usw. Stelle man sich vor die Telekom dürfte aktiv mitreden, dann gäbe es nur noch VoiP-Telefonie und für alle Dienste (ausgenommen eigene) fällt ein schöner Aufpreis für die Anbieter an. Nicht zu vergessen, was die Endkunden mehr zu zahlen hätten, weil es ja "nicht anders geht". An der Stelle möchte ich anführen, dass die Telekom vom Prinzip her nicht dieses umfangreiche Netzwerk hätte, wenn es der Staat nicht finanziert hätte. Natürlich musste die Telekom das Geld erstatten, aber es geht mehr, um die eigentliche Sachlage.

Was man tatsächlich machen könnte wäre die Beratung von TAB (PTA) und Co. noch mehr einfließen zu lassen, ihre Meinungen zu respektieren und ihr Wissen zu nutzen. In UK werden sie wenigstens wirklich miteinbezogen während man bei uns (DE,Ö) wenig davon merkt. In der Schweiz funktioniert es übrigens auch wunderbar.